Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) stellt in diesem Jahr das Thema Sucht in den Mittelpunkt seiner Benefiz- und Programmaktion „Hand in Hand für Norddeutschland“. Partner ist der Paritätische Wohlfahrtsverband mit seinen fünf norddeutschen Landesverbänden Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen.
„Wir freuen uns sehr, dass wir nach 2015 nun wieder Partner des NDR bei der Benefizaktion ‚Hand in Hand für Norddeutschland‘ sind“, sagt Kristin Alheit, Geschäftsführerin des Paritätischen Hamburg. „Sucht ist ein sehr gut gewähltes Thema, denn leider werden suchtkranke Menschen in der Öffentlichkeit noch viel zu oft stigmatisiert. Wer eine Sucht hat – egal ob beispielsweise Alkohol-, Drogen-, Glückspiel- oder Kaufsucht – ist krank und kann sich meist nicht ohne Unterstützung aus der Sucht befreien.“
Laut Bundesgesundheitsministerium sind Abhängigkeitserkrankungen schwere chronische Krankheiten, die zu erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen und vorzeitiger Sterblichkeit führen können. Sucht wird als chronische Krankheit des Gehirns klassifiziert, die durch Veränderungen in der Gehirnstruktur und -funktion gekennzeichnet ist. Diese Erkrankung zieht sich durch alle Lebensbereiche und Gesellschaftsschichten.
„Suchtkranke Menschen benötigen gezielte Unterstützung, um ihre Krankheit zu bewältigen“, betont Alheit. „Etwa 70 % der Suchthilfeangebote in Hamburg stammen von unseren Mitgliedsorganisationen, die ein breites Spektrum an Hilfen bieten – von Beratung, Therapie und Begleitung bis hin zu temporären Wohngruppen für Menschen nach einem Entzug. Auch Angehörige wie Ehepartner oder Kinder finden bei uns Unterstützung, denn sie sind oft stark mitbetroffen“, so Alheit.
„Wir hoffen, dass die diesjährige Berichterstattung des NDR und die damit verbundene Aufmerksamkeit dazu beitragen, Vorurteile gegenüber suchtkranken Menschen abzubauen. Zugleich möchten wir Betroffenen wertvolle Informationen und Zuversicht vermitteln, damit sie den Weg aus der Sucht mutig angehen können. Und natürlich wünschen wir uns viele Spenden, um die unverzichtbare Arbeit der paritätischen Suchthilfeprojekte für Erkrankte und ihre Familien nachhaltig zu stärken.“
Für die Benefizaktion 2025 ist bei der Sozialbank ein Spendenkonto eingerichtet:
IBAN DE90 201 205 200 500 600 700. Empfänger: Paritätischer Gesamtverband e. V.
Auf www.NDR.de/handinhand findet sich darüber hinaus ein Online-Spendenformular.
Das Spendenkonto ist bis zum 30. Januar 2026 geöffnet.