Nach dem Schulabschluss bieten ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder ein Bundesfreiwilligendienst (BFD) eine wertvolle Möglichkeit zur beruflichen Orientierung und Persönlichkeitsentwicklung. Soziale Einrichtungen in Hamburg halten zahlreiche Einsatzstellen bereit – eine sinnstiftende Überbrückung mit Perspektive.
Die schriftlichen Schulabschluss-Prüfungen sind geschafft, die mündlichen stehen noch bevor – und damit auch die Frage: Wie geht es danach weiter?Die Möglichkeiten sind vielfältig, doch viele junge Menschen wissen noch nicht genau, was sie nach ihrem Schulabschluss beruflich machen wollen. Ein Bundesfreiwilligendienst (BFD) oder ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) bieten ideale Möglichkeiten, sich zu orientieren und die eigenen Stärken und Wünsche zu erfahren.
„Wer sich nach der Schule noch nicht für eine konkrete Ausbildung oder einen Studiengang entscheiden kann, für den sind ein BFD oder FSJ großartige Optionen zur Persönlichkeitsentwicklung und beruflichen Orientierung“, sagt Kristin Alheit, Geschäftsführerin des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Hamburg. Viele der mehr als 400 sozialen Organisationen, die zu dem Verband gehören, haben noch freie Plätze.
"Ein mehrmonatiger Freiwilligendienst ist die perfekte Brücke zwischen Schule und Jugend einerseits sowie Beruf und Erwachsensein andererseits", so Alheit. "Außerdem legen Arbeitgeber zunehmend Wert auf soziales Engagement im Lebenslauf, so dass ein Freiwilligendienst fast automatisch die beruflichen Chancen erhöht."
Ein FSJ oder BFD kann in Vollzeit oder Teilzeit absolviert werden und dauert in der Regel zwischen sechs und zwölf Monaten. Eine Verlängerung auf bis zu 18 Monate ist möglich. Junge Menschen im Alter von 16 bis 27 Jahren können aus vielfältigen Einsatzbereichen wählen, darunter Kitas, Bauspielplätze, Mehrgenerationenhäuser, Seniorenheime, soziale Beratungsstellen und Wohngruppen.
„Viele Freiwilligendienstleistende nutzen die Zeit, um neue Eindrücke zu sammeln und sich persönlich weiterzuentwickeln. Gleichzeitig bietet der Fachkräftemangel in sozialen Berufen gute Chancen, hier eine sinnvolle berufliche Perspektive zu entwickeln. Zahlreiche Teilnehmende haben auf diese Weise ihren zukünftigen Beruf und teilweise sogar ihren künftigen Arbeitgeber kennengelernt und danach eine entsprechende Ausbildung oder ein passendes Studium aufgenommen“, fasst Alheit die Erfahrungen des Verbandes mit fast 2.000 Freiwilligendienstleistenden zusammen.
Die Teilnehmenden erhalten ein monatliches Freiwilligengeld, Verpflegungsgeld und zahlreiche kostenfreie Bildungstage. Für Menschen über 27 Jahre steht ausschließlich der BFD offen.
Eine Übersicht über freie Plätze finden Interessierte unter www.bfd-hamburg.de und www.hamburg-fsj.de. Für Fragen stehen die Mitarbeitenden der Paritätischen Freiwilligendienste unter der Telefonnummer 040/399263-46 zur Verfügung.