Die geplante Reform der Kinder- und Jugendhilfe entfernt sich vom Ziel der Inklusion. Bald berät der Bundestag die Reform. Jetzt heißt es: Abgeordnete für eine grundlegende Überarbeitung der Reform gewinnen.
Ziel einer inklusiven Kinder- und Jugendhilfe in Gefahr
Die Bundesregierung hat im August 2026 einen Entwurf für die Reform der Kinder- und Jugendhilfe im Kabinett verabschiedet. Vom Ziel einer Kinder- und Jugendhilfe für alle, ob mit oder ohne Behinderungen, ist dieser Entwurf weit abgerückt. Entsprechend enttäuscht hat sich der Paritätische in einer Pressemeldung geäußert. Ähnlich kritisch fiel auch die gemeinsame Positionierung mit den anderen Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege aus: Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege empfiehlt eine grundlegende Überarbeitung des bisherigen Entwurfs. Insbesondere dürfe das Ziel einer inklusiven Kinder- und Jugendhilfe nicht aufgegeben werden.
Aktueller Stand der Reform
Inzwischen ist das Erste Kinder- und Jugendhilfestrukturreformgesetz im parlamentarischen Verfahren angekommen. Am 25. September hat der Bundesrat zum Gesetzentwurf Stellung genommen. Anfang Oktober soll sich der Bundestag das erste Mal mit dem Entwurf beschäftigen.
Musterschreiben auf www.stoppt-sozialabbau.de
Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, die Bundestagsabgeordneten zu kontaktieren und sie für die Änderungsbedarfe zu sensibilisieren. Auf www.stoppt-sozialabbau.de gibt es Mustertexte für Schreiben an Abgeordnete. Gemeinsam können wir Druck machen: Wenn sich viele Menschen bei ihren Abgeordneten melden, wird deutlich, dass Kinder und Jugendliche eine bessere Reform brauchen. Der Entwurf des Kinder- und Jugendhilfestrukturreformgesetzes muss grundlegend überarbeitet werden.