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Evi:P - Evaluationsinstrument für eine partizipative und inklusive Praxis in der Kindertagesbetreuung

Neues Evaluationsinstrument Evi:P veröffentlicht: Stärkung von Partizipation und Inklusion in Kindertageseinrichtungen

 

Der Paritätische Gesamtverband veröffentlicht gemeinsam mit Prof. Dr. Timm Albers und Sarah Meusel von der Universität Paderborn das neue Evaluationsinstrument „Evi:P – Evaluationsinstrument für eine partizipative und inklusive Praxis in der Kindertagesbetreuung“. Das Instrument unterstützt pädagogische Teams in Kitas dabei, ihre Praxis systematisch weiterzuentwickeln und auf Inklusion, Teilhabe und Kinderrechte auszurichten.

Evi:P ist die deutsche Adaption des finnischen Instruments KAMU, das in Helsinki seit Jahren erfolgreich zur Qualitätsentwicklung in der frühen Bildung eingesetzt wird. Für den Einsatz in Deutschland wurde es umfassend überarbeitet, fachlich angepasst und mit aktuellen Standards der deutschen Frühpädagogik verknüpft – darunter der Gemeinsame Rahmen der Länder für die frühe Bildung in Kindertageseinrichtungen, der Index für Inklusion sowie die UN-Kinderrechts- und Behindertenrechtskonvention.

Inklusion als kontinuierlicher Prozess

Das Instrument lädt zu kollegialer Reflexion ein und hilft Teams, Barrieren in der Praxis zu erkennen, Stärken sichtbar zu machen und konkrete Entwicklungsschritte zu planen. Im Fokus stehen dabei sieben zentrale Bereiche inklusiver Kita-Praxis:

  • Inklusive Willkommenskultur
  • Sozial-emotionales Lernen und Interaktion
  • Sprachliche Vielfalt und inklusive Kommunikation
  • Kindzentrierte und partizipative Pädagogik
  • Inklusive Gestaltung der (Lern-)Umgebung
  • Einbeziehung der Familien
  • Führung und Management

Für jeden Bereich bietet Evi:P detaillierte Kriterien, Reflexionsfragen sowie Raum für Notizen und Praxisbeispiele. Das Instrument kann flexibel von einzelnen Fachkräften, Teams oder ganzen Einrichtungen genutzt werden.

 

Stärkung von Kinderrechten und Teilhabe

Ein zentrales Element der deutschen Adaption ist die starke Betonung von Partizipation als Kinderrecht. Anders als in vielen internationalen Ansätzen fragt Evi:P nicht nur nach Aktivität der Kinder, sondern nach ihrer tatsächlichen Beteiligung an Entscheidungen, die ihren Alltag betreffen – von Raumgestaltung bis zu pädagogischen Abläufen. Ebenso wurde der Ansatz einer „Mental Environment“ zu einer inklusiven Willkommenskultur weiterentwickelt, die Vielfalt sichtbar wertschätzt und aktiv Barrieren abbaut.

 

Qualitätsentwicklung als gemeinsamer Prozess

Evi:P wurde entwickelt, um Kitas in ihrem kontinuierlichen Qualitätsprozess zu begleiten. Das Instrument hilft daher auch dabei, einen strukturierten Entwicklungsplan festzulegen, mit dem Ziele, Maßnahmen und Zeiträume festgelegt und überprüft werden können. Evi:P erleichtert es Einrichtungen, ein geteiltes Leitbild zu entwickeln und Inklusion alltagsnah umzusetzen.

 

Verfügbarkeit

Das Evaluationsinstrument Evi:P steht ab sofort als frei zugängliche Publikation zur Verfügung.