In der Außer-Haus-Verpflegung werden jährlich etwa 2 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen, das macht rund 18% der gesamten Lebensmittelabfälle in Deutschland aus.* Um Speiseabfälle in der Gemeinschaftsverpflegung gezielt zu verringern, müssen sie systematisch erfasst und analysiert werden. Wie das mit dem Einsatz des Online-Tools Küchenmonitor funktionieren kann, wird im Rahmen des Nachhaltig satt-Projekts in einem Online-Workshop am 19. Mai 2026 betrachtet.
Speiseabfälle erst messen, dann gezielt reduzieren
Die Vermeidung von Speiseabfällen schont sowohl das Klima als auch das Budget. Außerdem werden bei Speiseabfällen nicht nur die Lebensmittel selbst verschwendet, auch wertvolle Ressourcen wie Wasser, landwirtschaftliche Flächen oder Düngemittel gehen verloren. Speiseabfälle in der Gemeinschaftsverpflegung sozialer Einrichtungen zu betrachten und systematisch zu reduzieren, ist daher ein essenzieller Bestandteil klimafreundlicher Verpflegung und damit auch des Projekts „Nachhaltig satt“.
Doch wann entstehen Speiseabfälle? Liegt es an einzelnen Speisekomponenten, die häufig nicht gegessen werden? Sind die Portionsgrößen angemessen? Wird für zu viele Verpflegungsteilnehmer*innen gekocht? Die Gründe sind meist vielfältig und in jeder Einrichtung individuell. Um Speiseabfälle gezielt reduzieren zu können, müssen sie daher erst strukturiert gemessen werden. Ein mögliches Vorgehen stellen wir in diesem Online-Workshop vor. Neben einer fachlichen Einführung werden im Ausblick konkrete Ansätze vorgestellt, mit denen sich Speiseabfälle nachhaltig reduzieren lassen.
Einladung zum kostenlosen Online-Workshop
Mithilfe des Küchenmonitors der Verbraucherzentrale NRW können Speiseabfälle im Verpflegungsalltag leicht und kostenlos im Blick behalten werden. Die produzierten Speisemengen werden erhoben, genauso wie die „Tellerreste“ und „Ausgabereste“. So können die Ursachen von Speiseabfällen nach Speisekomponenten genau analysiert werden. Die Auswertung übernimmt der Küchenmonitor dabei automatisch; die Ergebnisse werden grafisch aufbereitet. Diese Analyse ist ein wertvoller Schritt, um im Anschluss passgenaue Lösungen zu finden.
Wir freuen uns sehr, dass wir eine Referentin der Verbraucherzentrale NRW für die Veranstaltung gewinnen konnten. Nach einem Input zum Thema Speiseabfälle, wird sie uns eine Einführung in den Küchenmonitor geben und in einem Ausblick erste mögliche Hebel zur Verringerung von Speiseabfällen aufzeigen.
Zielgruppe des Workshops
Alle interessierten Akteur*innen der Gemeinschaftsverpflegung, die sich über die Messung und Reduktion von Speiseabfällen informieren möchten, sind herzlich eingeladen, an diesem Workshop teilzunehmen.
Die Methode ist in Kitas, Schulen und großen Kantinen bereits breit erprobt und kann in allen Bereichen der Gemeinschaftsverpflegung verwendet werden – egal ob ein Kindergarten mit 30 Verpflegungsteilnehmenden oder eine Großküche, die mehrere Schulen oder Einrichtungen beliefert.
Im Projekt „Nachhaltig Satt“ stellt die Erfassung der Speiseabfälle einen Teil der Status-Quo Analyse dar.
Die Teilnahme ist kostenfrei und die Anmeldung ist unter diesem Link möglich.
*Quelle Umweltbundesamt, 2024 – Bezugsjahr 2022
