25. November 2025: Tag gegen Gewalt an Frauen

Am 25. November ist der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen. Bundesweit finden zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen statt. Exemplarisch dafür sind auch das Engagement vom Paritätischen Gesamtverband und von der Frauenhauskoordinierung.

Seit 1991 macht die UN-Kampagne „Orange the World“ auf Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufmerksam. Sie erstreckt sich vom Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November bis zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember. Der Paritätische Gesamtverband möchte die sogenannten „Orange Days“ nutzen, um das Thema Gewalt gegen Frauen und ihre Kinder noch stärker in den Fokus zu rücken. Dazu werden in der Inforeihe "Kinder, Jugend und Familie" Online-Veranstaltungen stattfinden. Sie betreffen in diesen Tagen allesamt Themen rund um häusliche und geschlechtsspezifische Gewalt, ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Situation von (mit-)betroffenen Kindern und Jugendlichen. Informationen zu den Inhalten und der Anmeldung finden Sie hier.  

Allgemeine aktuelle Informationen und Hintergrunddokumente aus dem Bereich Frauen und Gewaltschutz finden Sie hier. In den Paritätischen Strukturen befinden sich 141 Frauenhäuser und 196 Frauenberatungsstellen. (Frauen-)Gewaltschutz spielt für den Verband in seinen Strukturen eine große Rolle. 

Der Paritätische ist deshalb auch Mitglied im Verein Frauenhauskoordinierung e. V. (FHK). FHK unterstützt deutschlandweit Frauenhäuser und Fachberatungsstellen sowohl in fachlicher Hinsicht als auch bei ihrer politischen Arbeit. 

FHK hat im Vorfeld des Internationalen Tages wichtige aktuelle Informationen und Materialien herausgebracht: 

 

Die aktuelle Fachinformation widmet sich dem zentralen Thema Gewaltschutz und (Hoch-)Risikomanagement. Angesichts des Gesetzentwurfs von Bundesjustizministerin Stefanie Hubig zur elektronischen Aufenthaltsüberwachung gewinnt die Frage nach wirksamen Gewaltschutzstrategien weiter an Bedeutung.

Anfang November ging das Fachkräfteportal Sicher gegen digitale Gewalt von FHK online. Es fungiert als zentrale Anlaufstelle für Fachkräfte in Frauenhäusern und Fachberatungsstellen, die mit Betroffenen digitaler Gewalt im sozialen Nahraum arbeiten. Es bietet ihnen umfassende Unterstützung in Form von Fachwissen, Praxistipps, Arbeitsmaterialien und weiterführenden Informationen. Das Portal wurde speziell für Mitarbeitende aus Frauenhäusern, Fachberatungsstellen und angrenzenden Berufsfeldern entwickelt, um sie im Umgang mit digitaler Gewalt zu stärken und bestmöglich zu unterstützen. Ziel ist es, die Handlungssicherheit im Umgang mit Betroffenen zu erhöhen und den Schutz vor digitaler Gewalt effektiv in den Einrichtungen zu verankern.

Bereits im Herbst hat FHK die alljährliche Frauenhausstatistik veröffentlicht. Frauenhauskoordinierung e.V. (FHK) hat im Rahmen der Frauenhaus-Statistik 2024 erstmals nach den Gründen für Abweisungen gefragt. Neben fallspezifischen Faktoren wurden sowohl Platzmangel und fehlende personelle Kapazitäten als auch gesundheitliche Einschränkungen der Betroffenen oder das Alter der Kinder als Gründe für Abweisungen genannt. Um allen Betroffen einen Schutzplatz in einem Frauenhaus anbieten zu können, bräuchte es gemäß der Istanbul-Konvention aktuell 12.000 Frauenhausplätze mehr in Deutschland. 

Zentrale Forderungen des Vereins Frauenhauskoordinierung finden Sie darüber hinaus hier