Im Dezember 2025 haben wir das Angebot „Barriere-Check“ unserer Mitgliedsorganisation GUT GEFRAGT gGmbH genutzt und unsere Geschäftsstelle in der Wandsbeker Chaussee aus fünf Perspektiven auf Barrierefreiheit prüfen lassen. Diese Perspektiven sind:
- Räumliche Hindernisse für Menschen mit mobilen Einschränkungen
- Barrieren für blinde und sehbehinderte Menschen
- Barrieren für taube und hörbehinderte Menschen
- Verständnishürden für Menschen mit Lernschwierigkeiten
- Ursachen für Reizüberflutung für neurodivergente Menschen
Hierzu waren fünf Peers mit einem digitalen Prüftool im Hause und auf dem Hof unterwegs. Inzwischen hat Gut Gefragt einen umfassenden Ergebnis-Bericht vorgelegt.
Besonders gut abgeschnitten hat der PARITÄTISCHE bei den Anliegen von Menschen mit Lernschwierigkeiten und neurodivergenten Personen, was etwa die Erreichbarkeit und die Orientierung im Eingangsbereich angeht. Die Personen mit den Perspektiven Mobilität, Hören und Sehen bemängelten aus unterschiedlichen Gründen die Fluchtwege. Kritik gab es dabei auch an der Verständlichkeit der Fluchtwegbeschilderung, die formellen Vorschriften entspricht, aber nicht immer barrierefrei ist.
„Wir wussten, dass ein Fahrstuhl und ein rollstuhlgerechtes WC bei weitem nicht alles sind“, sagt unsere geschäftsführende Vorständin Kristin Alheit. „Aber das ganz Zentrale an dieser Prüfung ist nicht die Frage, ob bestimmte DIN-Normen eingehalten werden, sondern wie Menschen mit spezifischen Einschränkungen die Barrieren tatsächlich wahrnehmen. Über manch ein Ergebnis sind wir positiv überrascht und an anderen Stellen wurde uns deutlich, dass Barrieren vorhanden sind, die uns schlicht nicht bewusst waren.“
Um beim Abbau von Barrieren besser zu werden, geht es dabei gar nicht immer um große zeit- und kostenaufwändige Maßnahmen. Mitunter reicht es bereits, einen Gegenstand besser zu platzieren oder ein einzelnes Schild aufzuhängen.
Kristin Alheit weiter: „Dankend nehmen wir ein weiteres Angebot von GUT GEFRAGT an und werden uns in einem dreistündigen Workshop mit den Verbesserungsmöglichkeiten beschäftigen. Dabei werden wir von den Peers unterstützt, die an der Prüfung beteiligt waren. Genauso sollte der Abbau von Barrieren geschehen: indem man die Menschen fragt, die von den Barrieren betroffen sind.“
Weitere Infos zum „Barriere-Check“ der GUT GEFRAGT gGmbH erhalten Sie unter: https://www.gutgefragt.hamburg