Kindertagespflege und Kita

Die Zahl der Tagespflegepersonen ist seit Jahren sinkend. Formale Rahmenbedingungen wie Finanzierung, Wohnraum und Qualifizierung und die stark wachsenenden Krippenangebote machen eine Selbständigkeit zunehmend unattraktiver. Da sich die Kindertagespflege in den Bundesländern unterschiedlich entwickelt, sollen im Rahmen dieses Projektes die Ursachen für den Rückgang exemplarisch im Bundesland Hamburg untersucht werden.

Aus diesem Hintergrund heraus wollen wir Kindertagespflege für die Stadtgesellschaft neu denken und streben eine inhaltliche, organisatorische und strukturelle Verzahnung von Kindertagespflege und Kita an. Dazu möchten wir einen Einstieg in die institutionalisierte Kindertagespflege entwickeln und umsetzen, indem wir Kindertagespflegepersonen bei Kita-Trägern anstellen und fachlich anbinden. Als weiterer Entwicklungsschritt soll Kindertagespflege in der Zusammenarbeit von Familien mit Migrationsgeschichte erprobt und implementiert werden.

Wir wollen die Kindertagespflege durch eine Verzahnung mit dem System Kita professionalisieren und qualifizieren. So wollen wir das "Kindeswohl" und die Qualitätsentwicklung in der Kindertagespflege verbindlich absichern und umsetzen. Das Projekt soll aber auch frühere Bildungszugänge durch ein milieunahes sozial-integratives Kultur-Lotsenangebot für Familien mit Migrationsgeschichte sichern und mehr Menschen für die Tagespflege in Hamburg gewinnen.  

Die Ergebnisse werden auf der Bundesebene in die verbandlichen Gremien rückgekoppelt.

Das Projekt wird gefördert von der Glücksspirale.