23.09.2021

Selbsthilfe in Comic-Strips: Das Comic-Festival blickt hinter die Kulissen

Menschen, die Comics lesen, sind modern, jung und aufgeweckt. Menschen, die in eine Selbsthilfegruppe gehen, sind alt, krank und jammern rum. Bunte Bilder versus schnarchiger Stuhlkreis. Soweit die Klischees. Wie gut Selbsthilfe und Comics jedoch zusammenpassen, zeigt das Hamburger Comicfestival am ersten Oktober-Wochenende in einer Ausstellung beim LAB Treffpunkt St. Pauli.

Kooperationspartner hierbei ist KISS Hamburg (Kontakt- und Informationsstellen für Selbsthilfegruppen). „Wir haben hier ganz bewusst zwei sehr unterschiedliche Zielgruppen zusammengeführt, um Klischees aufzubrechen und das Thema Selbsthilfe auf etwas ungewohnten Wegen zu transportieren“, sagt Leiterin Christa Herrmann.

22 Comic-Zeichner*innen ließen sich durch Gespräche mit Mitgliedern von Selbsthilfegruppen zu ihren Comic-Strips inspirieren. Herausgekommen sind nachdenkliche, witzige, optimistische sowie traurige Bilder und Geschichten, die viele Facetten von Selbsthilfe zeigen.

Der Illustrator Christian Scharfenberg hatte Kontakt zur Selbsthilfegruppe Neurofibromatose, einer seltenen genetisch bedingten Erkrankung. „Meine Sicht auf das Thema Selbsthilfe hat sich durch die Zusammenarbeit gewandelt. Hier geht es um Menschen, die sich nicht ihrem Schicksal ergeben sondern es, so gut es geht, selbst in die Hand nehmen. Das nötigt mir Respekt ab und das wollte ich mit meinem Comic zum Ausdruck bringen.“

Die Bilder sind ab Montag, 27. September, an den Fenstern des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Hamburg in der Wandsbeker Chaussee 8  zu sehen, sowie Freitag, 1. Oktober, ab 20 Uhr und Samstag, 2. Oktober, von 10 bis 18 Uhr beim LAB Treffpunkt St. Pauli, Beim Grünen Jäger 10a.

 

KISS Hamburg ist eine Einrichtung des PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverbands Hamburg. Mehr unter www.kiss-hh.de


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