29.10.2020

PARITÄTISCHER Wohlfahrtsverband und Expertenrat Seelische Gesundheit: Unabhängige Beschwerdestelle für Menschen mit Psychiatrieerfahrung darf nicht wegfallen

Als einen schweren Schlag für die Betroffenen bezeichnet der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband Hamburg die Nachricht, dass sich der Trägerverein der Unabhängigen Beschwerdestelle für Menschen mit Psychiatrie-Erfahrung in Hamburg zum 31. Oktober auflöst und damit sein Beratungsangebot einstellt. Grund hierfür ist, dass die Beratung seit vielen Jahren ohne öffentliche Förderung ausschließlich ehrenamtlich organisiert wurde und sich kein Nachwuchs finden ließ.

„Die Idee einer unabhängigen Beschwerdestelle für Menschen mit Psychiatrieerfahrung darf nicht einfach sang- und klanglos untergehen“, so Kristin Alheit, Geschäftsführerin des PARITÄTISCHEN Hamburg. „Bei so einer Anlaufstelle können Beschwerden persönlich vorgebracht werden, ohne daraus Nachteile befürchten zu müssen. Sie vermittelt zwischen allen Seiten und unterstützt dabei, im psychiatrischen Versorgungssystem die richtigen Hilfen zu finden, weshalb sie für die Betroffenen von enormer Wichtigkeit ist.“
Diese Arbeit sei auf Dauer nicht ausschließlich auf ehrenamtlicher Basis zu leisten. Daher regt der Verband an, das Ende der bisherigen, ehrenamtlichen Beschwerdestelle zum Anlass zu nehmen, diese Arbeit zu professionalisieren und mit finanziellen Mitteln auszustatten, ohne jedoch deren Unabhängigkeit anzutasten.

Dem schließt sich der Expertenrat Seelische Gesundheit, dem psychiatrieerfahrene Menschen angehören, an. „Zwischen Therapie, Selbstzweifel, Bürokratie und ganz normalem Alltag ist eine solche Beschwerdestelle eine wichtige Stütze für psychiatrieerfahrene Menschen und ihre Angehörigen“, so dessen Sprecher Jurand Daszkowski. „Sie brauchen Unterstützung, die dauerhaft gesichert ist.“


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