08.09.2021

PARITÄTISCHER Wohlfahrtsverband: Hamburger Ganztagsbetreuung ist zwar Vorreiter, aber verbesserungswürdig

Der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband Hamburg begrüßt den gestern beschlossenen bundesweiten Rechtsanspruch auf eine Ganztagsbetreuung von Grundschulkindern und bezeichnet ihn als einen Beitrag zu mehr Bildungsgerechtigkeit und zu einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf. In Hamburg gibt es die Ganztägige Bildung und Betreuung an Schulen (GBS) bereits seit fast zehn Jahren und mittlerweile flächendeckend, dennoch gebe es Verbesserungsbedarfe.

„Hamburg hat durch die gute Zusammenarbeit von Schulen und freien Trägern der Jugendhilfe hier bundesweit Maßstäbe gesetzt und einen deutlichen Vorsprung auf manch andere Bundesländer. Darauf darf sich die Stadt aber nicht ausruhen“, sagt Manja Scheibner, Referentin für Ganztagsbetreuung beim PARITÄTISCHEN.

Es müsse nun darum gehen, die Kooperationen weiterzuentwickeln sowie die Rahmenbedingungen für Kinder und Beschäftigte zu verbessern. Dazu gehörten unter anderem die gemeinsame Erarbeitung von Bildungsempfehlungen für den Ganztag und das Einbeziehen der Träger als stimmberechtigtes Mitglied der Schulkonferenz.

„Der Bedarf an ausgebildeten Erzieher*innen wird noch einmal deutlich steigen. Momentan sind die Stellen im GBS-Bereich allerdings nicht sehr attraktiv, da die Arbeitszeit meist nur ein paar Stunden am Nachmittag umfasst. Die Fluktuation ist daher hoch. So lässt sich dauerhaft keine Qualität entwickeln und sichern“, so Scheibner. Der PARITÄTISCHE fordert, die pädagogischen Fachkräfte teilweise auch am Vormittag einzusetzen, wie es der Verband und sechs Schulstandorte mit dem eigenen Projekt „Wir gehen aufs Ganze!“ bereits vor Jahren vorgemacht hätten. So könnten die individuellen Bedürfnisse der Kinder deutlich besser berücksichtigt und jedes Kind besser gefördert werden.


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