08.10.2020

PARITÄTISCHER Wohlfahrtsverband fordert: Trotz angespannter Haushaltslage darf Hamburg nicht bei sozialen Projekten für die Schwächsten sparen

Auch wenn Hamburgs Haushalt durch Corona stark belastet ist und in den nächsten Jahren für alle Ressorts ein großer Spardruck besteht, dürfen zukünftige Einsparungen nicht zulasten von hilfebedürftigen Menschen gehen, fordert der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband Hamburg.

„Die Versuchung wird groß sein, angesichts leerer Kassen nun bei der Finanzierung für Einrichtungen oder Projekte von freien Trägern Geld einzusparen, die sich genau um solche Menschen kümmern. Aber genau das darf nicht passieren“, fordert die Vorsitzende des PARITÄTISCHEN Hamburg, Kristin Alheit, „denn hierbei handelt es sich um Angebote für Menschen, die auf diese Unterstützung dringend angewiesen sind.“
Der Verband vertritt über 400 soziale Organisationen, die sich vor allem für die vulnerablen Teile unserer Gesellschaft einsetzen: für Suchtkranke, psychisch Kranke, gefährdete Jugendliche, alte Menschen, Arbeitslose, Menschen mit komplexen Hilfebedarfen, Wohnungslose oder Menschen mit Migrationshintergrund.

„Für viele ist die Beratung durch einen gemeinnützigen Träger oder die Begleitung durch eine*n Sozialarbeiter*in eine unerlässliche Hilfe, um im Alltag zurecht zu kommen und den Anforderungen einer modernen Gesellschaft einigermaßen gerecht zu werden“, so Alheit. Diese Menschen dürften nicht allein gelassen und Opfer von Sparmaßnahmen werden.

„In einem Sozialstaat muss es eine ausgewogene Mischung zwischen Interessen der in den Medien stark vertretenen Wirtschaft und den Interessen der bedürftigen Menschen ohne Lobby geben. Wir können von Hamburgs Regierenden erwarten, dass sie auch diese leisen Teile der Bevölkerung vor den finanziellen Folgen von Corona schützt.“

Auch dürfe nicht vergessen werden, dass Kürzungen etwa bei sozialen Projekten sich nicht nur individuell auf deren Klient*innen auswirkten, sondern sich kurz- bis mittelfristig bei den Sozialkassen niederschlügen. „Jeder in soziale Arbeit investierte Euro ist gut angelegtes Geld, da so langfristige Folgekosten minimiert werden. Wir dürfen diese Menschen nicht alleine lassen, um ihretwillen und um der Gesellschaft willen“, so Alheit.


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