19.02.2020

Vertretungsmodell in der Kindertagespflege – erstes „Dock“ in Langenhorn eröffnet

Kindertagespflege-Dock in LangenhornWir haben gemeinsam mit der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI) am Freitag, den 14. Februar  den ersten Kindertagespflege-Stützpunkt im Rahmen des Bundesprogramms „ProKindertagespflege: Wo Bildung für die Kleinsten beginnt“ eröffnet. In Hamburg heißt dieses Vertretungsmodell „Dock“. Mit dem Dock in Langenhorn wird in Hamburg erstmals eine verlässliche Vertretungslösung in Form eines Kindertagespflege-Stützpunkts für Kindertagespflegepersonen angeboten.
Kindertagespflege bietet eine familienähnliche Betreuung in einem überschaubaren Umfeld. Sie ist persönlich, individuell und stellt eine flexible und gleichrangige Alternative zur Betreuung in der Kita dar. Die persönliche Beziehung zwischen der Tagespflegeperson und dem betreuten Kind ist das wesentliche Merkmal der Kindertagespflege. Ein Ausfall der Tagespflegeperson stellt die Eltern und Kinder daher vor eine besondere Herausforderung.

Beim Kindertagespflege-Dock in Langenhorn übernimmt eine festangestellte Tagespflegeperson die Vertretung einer erkrankten Tagesmutter bzw. eines Tagesvaters aus der Umgebung. Zum Kennenlernen und Eingewöhnen verbringen die Tagespflegepersonen aus der Umgebung regelmäßig mit ihren Tageskindern einen Tag im Dock. Nach erfolgreicher Einführung sollen weitere Docks in anderen Stadtteilen Hamburgs folgen.

Sozialsenatorin Dr. Melanie Leonhard und unsere Geschäftsführerin Kristin Alheit bei der Einweihung des ersten "Docks"„Die Eröffnung des ersten Docks trägt maßgeblich zur Stärkung und Weiterentwicklung der Hamburger Kindertagespflege bei. Eine reibungslose Vertretungslösung auch in der Kindertagespflege ist ein wichtiger Schritt zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf", so Kristin Alheit, Geschäftsführerin des PARITÄTISCHEN Hamburg. "Im Rahmen des Bundesprogramms „ProKindertagespflege“ werden wir zukünftig weitere Modellstandorte identifizieren. Damit wird den aktiven Tagespflegepersonen der Rücken gestärkt und gleichzeitig die Attraktivität der Kindertagespflege in Hamburg erhöht.“

Seit der Dock-Eröffnung ist auch die neue Website www.hamburger-kindertagespflege.de online, die sich nun rasch mit Leben füllen wird. Auf der Website haben Tagesmütter und -väter hamburgweit die Möglichkeit, sich darzustellen, so dass suchende Eltern einen einfacheren Überblick über die Kindertagespflege in ihrer Nähe haben.

Das Bundesprogramm „ProKindertagespflege: Wo Bildung für die Kleinsten beginnt“

Die Entwicklung dieser neuen Vertretungslösung wird aus Mitteln eines Bundesprogrammes finanziert, die laufenden Kosten der verlässlichen Vertretung in der Kindertagespflege trägt die Freie und Hansestadt Hamburg. Mit dem Bundesprogramm „ProKindertagespflege. Wo Bildung für die Kleinsten beginnt“ stärkt das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend gezielt die Weiterentwicklung der Kindertagespflege.

Kindertagespflege – die flexible Alternative

Der Rechtsanspruch auf Kindertagesbetreuung gilt auch für die Kindertagespflege. In Hamburg sind in dieser Betreuungsform von der Geburt bis zur Einschulung des Kindes bis zu 30 Stunden pro Woche beitragsfrei. 3.500 Kinder werden bei insgesamt 875 Tagesmüttern und Tagesvätern betreut. Damit liegt der Anteil der Kindertagespflege an der Gesamtbetreuung bei 3,8 Prozent. Kindertagespflegeperson kann jede geeignete Person werden, welche die notwendige Qualifizierung hierfür im Sozialpädagogischen Fortbildungszentrum erhalten hat.


Fortbildungen

Die PARITÄTISCHE Akademie Nord bietet Fortbildungen für

Pflegefachkräfte,
Erzieher/-innen,
Sozialpädagoginnen und -pädagogen,
Führungskräfte,
Personalverantwortliche,
Kita-Leitungen,
Fachkräfte der psychiatrischen Arbeit und v.m.

aus vielen Bereichen der Sozialen Arbeit, zum Beispiel der Altenhilfe, Behindertenhilfe, Hilfe für Geflüchtete, Kinder- und Jugendhilfe.