11.07.2018

Erfolgreiche Integration: Wohnbrücke Hamburg vermittelt 500. Geflüchteten in eine eigene Wohnung – weitere Wohnungen dringend gesucht

Pressemitteilung der Wohnbrücke Hamburg - langjähriger Kooperationspartner des PARITÄTISCHEN Hamburg

Die Wohnbrücke Hamburg Koordinierungsstelle sucht und vermittelt Wohnungen mit unbefristeten Mietverträgen an geflüchtete Menschen. Mittlerweile sind dank der direkten Vermittlung des im November 2015 gestarteten Projekts mehr als 500 Menschen in eigenen Wohnraum gezogen. Begleitet werden die Mietverhältnisse von ehrenamtlichen Wohnungslotsen, die die neuen Mieter und Vermieter beraten und bei Fragen und Problemen helfen. Träger der Wohnbrücke Hamburg Koordinierungsstelle ist die Lawaetz- wohnen&leben gGmbH.

Herr Khdir, der mit seiner Frau und drei kleinen Kindern in eine 3-Zimmer-Wohnung in Eidelstedt gezogen ist, ist der 500., dem die Wohnbrücke Hamburg Koordinierungsstelle eigenen Wohnraum vermitteln konnte. Die Familie ist 2015 aus dem Irak nach Deutschland geflohen und lebte seitdem in einer öffentlichen Unterkunft in Hamm.

„Durch die Wohnbrücke Hamburg haben bisher rund 1.500 Menschen ein eigenes Zuhause gefunden und können so endlich in ihrer neuen Heimat ankommen – dieser Schritt ist enorm wichtig für die Integration. Wer über eigene vier Wände verfügt, kann leichter die Sprache lernen, Kontakte zu Nachbarn knüpfen und wieder ein selbstbestimmtes Leben beginnen“, sagt Willi van Buggenum, Geschäftsführer der Lawaetz-wohnen&leben gGmbH.

„Wir sind froh, dass wir nicht mehr in der großen Unterkunft leben müssen“, so Herr Khdir,
„wir danken der Wohnbrücke und vor allem den Vermietern. Sie haben uns herzlich empfangen und uns viel unterstützt. Unsere Kinder haben schon Freunde gefunden und fühlen sich im neuen Zuhause sehr wohl.“ Der Familienvater hat im Irak als Tischler gearbeitet und hofft, nun einen Arbeitsplatz zu finden.
Zu den mehr als 500 direkt vermittelten Geflüchteten kommen über 250 Haushalte mit fast
1.000 Personen, die von der Wohnbrücke Hamburg bei der Wohnungssuche beraten wurden oder mit Unterstützung der ehrenamtlich tätigen Wohnungslotsen der Wohnbrücke Hamburg selbständig ein neues Zuhause gefunden haben.

„Das Besondere an der Wohnbrücke ist, dass die Lotsinnen und Lotsen den geflüchteten Menschen, aber auch uns Vermietern, bei Fragen und Problemen zur Seite stehen. Es ist ein gutes Gefühl, dass wir der Familie bei der Integration in die Gesellschaft auf diesem Weg helfen können“, sagt Frau Hansen, die der Familie Khdir die Wohnung vermietet.

Willi van Buggenum wünscht sich mehr solch engagierter Vermieter: „Auf dem freien, äußerst angespannten Wohnungsmarkt ist es für Geflüchtete sehr schwierig, eine Wohnung zu bekommen. Auch unsere Warteliste ist entsprechend lang, so dass wir Vermieter, die das Projekt ebenfalls unterstützen und Geflüchteten ein neues Zuhause geben möchten, bitten, uns direkt zu kontaktieren.“ Die Koordinierungsstelle der Wohnbrücke Hamburg ist telefonisch unter 040/466 55 14 33 oder per E-Mail an wohnbruecke@lawaetz-ggmbh.de zu erreichen.

Die Wohnbrücke Hamburg Koordinierungsstelle wird durch die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration der Freien und Hansestadt Hamburg (BASFI) und den Integrationsfonds der Hamburgischen Bürgerschaft finanziert. Gefördert wird sie durch die Stiftung Wohnbrücke Hamburg und die Hermann Reemtsma Stiftung. Sie ist aber auf zusätzliche Spenden angewiesen. Weitere Informationen unter www.lawaetz-ggmbh.de und www.wohnbrücke.de.


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