16.07.2014

Der PARITÄTISCHE empfiehlt offensiven Umgang mit Thema Machtmissbrauch in Bewerbungsgesprächen

Bei Bewerbungsgesprächen im sozialen und Bildungsbereich, z.B. Kita und Altenhilfe, sollte das Thema Machtmissbrauch offen angesprochen werden – und zwar gleichberechtigt bei Frauen und Männern. Denn es ist wichtig, dieses Thema nicht zu tabuisieren und zu verschweigen. Dadurch erhalten die Einrichtung und die Bewerbenden Sicherheit und Orientierung, dass eine Sensibilisierung für Machtmissbrauch vorhanden ist. Damit signalisieren Sie potenziellen Mitarbeitenden deutlich die transparente Haltung Ihrer Einrichtung zu diesem Thema.

Im Zuge dessen empfiehlt der PARITÄTISCHE Hamburg seinen Einrichtungen, von den Bewerberinnen und Bewerbern regelhaft das Einverständnis einzuholen, mit vorherigen Arbeitgebern über sie im Kontext Machtmissbrauch sprechen zu können. Damit können mögliche Lücken, die auch bei einem erweiterten Führungszeugnis bleiben, geschlossen werden. Gleichzeitig sorgen Sie  für noch mehr Sicherheit und die dringend notwendige, offensive Auseinandersetzung mit dem Thema Machtmissbrauch.

Ein arbeitsrechtlich geprüftes Muster für eine solche Einverständniserklärung können Sie hier downloaden.

Wichtig: Bitte den Hinweis auf ein „standardisiertes Verfahren“ auch insofern berücksichtigen, dass Sie innerhalb eines Bewerbungsverfahrens allen Bewerbern und Bewerberinnen diese Einverständniserklärung vorlegen. Ansonsten verstoßen Sie evtl. gegen das Gleichstellungsgesetz. Der Hinweis auf mehrere frühere Arbeitgeber ist dahingehend wichtig, dass die Kontaktaufnahme mit dem aktuellen Arbeitgeber verständlicherweise für die Bewerberin / den Bewerber unerwünscht sein könnte.

 


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Die PARITÄTISCHE Akademie Nord bietet Fortbildungen für

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Sozialpädagoginnen und -pädagogen,
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Fachkräfte der psychiatrischen Arbeit und v.m.

aus vielen Bereichen der Sozialen Arbeit, zum Beispiel der Altenhilfe, Behindertenhilfe, Hilfe für Geflüchtete, Kinder- und Jugendhilfe.