18.09.2020

13 Bitten von Kindern

Am 20.9. ist Weltkindertag! Wir nehmen ihn zum Anlass noch einmal zu sagen, wie wichtig es ist, sich für die Rechte unserer Kinder einzusetzen – für alle Kinder in dieser Welt, für Kinder in Hamburg und ganz besonders auch für Kinder von psychisch erkrankten Eltern, die bei unserem Projekt A:Aufklaren im Mittelpunkt stehen.

Kinder haben ein Recht auf Gesundheit! Sie haben ein Recht auf Freizeit und Spiel! Sie haben ein Recht auf die Fürsorge ihrer Eltern und auf den Schutz vor Gewalt und Vernachlässigung. Das alles sind wichtige Aspekte, die bei einer elterlichen psychischen Erkrankung in Gefahr geraten.

Deshalb müssen wir Kindern ernsthaft zuhören, ihre Sorgen und Nöte erst nehmen und ihre Familien unterstützen, damit die Risiken, selbst psychisch zu erkranken, reduziert werden. Denn Kinder psychisch erkrankter Eltern haben ein 3-4 fach erhöhtes Risiko selbst zu erkranken.

Mit den unten stehenden 13 Bitten der Kinder wollen wir die Aufmerksamkeit der Erwachsenen schärfen, dass es die kleinen Gesten und die achtsamen Worte sind, damit Kinder sich gesehen und ernst genommen fühlen, damit sie wachsen können und gestärkt ihren Alltag meistern können. Kinder psychisch erkrankter Eltern müssen gesehen werden und individuelle Unterstützung bekommen.

13 Bitten von Kindern

  1. Sucht uns – hinter unseren Eltern.
  2. Findet uns – obwohl wir lächeln.
  3. Sprecht uns an.
  4. Bewertet unsere Eltern nicht.
  5. Sagt nicht: „Du musst jetzt deinen Eltern helfen!“
  6. Seid offen und ehrlich mit uns.
  7. Sprecht mit uns über Hilflosigkeit und Ohnmacht.
  8. Versprecht keine Heilung – bleibt lieber in der Nähe.
  9. Bezieht uns mit ein. Lasst uns mit entscheiden.
  10. Sagt uns, dass wir alles richtig fühlen und bemerken, was uns schlimm und merkwürdig vorkommt.
  11. Sagt uns, dass wir tolle Kinder sind.
  12. Spart euch euer Mitleid, das macht uns klein.
  13. Steht uns bei, denn das macht uns stark.

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