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Als Volunteer bei den Special Olympics World Games Berlin 2023

Eröffnungsfeier der Special Olympics World Games: Buntes Treiben im Stadion

Vielleicht habt Ihr/haben Sie in den letzten Wochen in Hamburg Plakate wahrgenommen mit Aussagen wie: „Wir wechseln alle ein“ und „Wir nehmen jede Hürde“. Es ist nicht nur Werbung für Sport, es ist Werbung für die Special Olympics World Games Berlin 2023.
Die Special Olympics World Games sind die olympischen Spiele für Menschen mit geistiger und mehrfach Behinderung, die vom olympischen Komitee offiziell anerkannt sind. Es ist die weltweit größte inklusive Sportveranstaltung. Fast 7000 Athlet*innen aus 176 Ländern nehmen in diesem Jahr daran teil. Bereits vor zwei Jahren hat Special Olympics nach Volunteers gesucht, die Lust haben diese Veranstaltung zu begleiten und zu unterstützen. Insgesamt sind rund 20.000 Volunteers gesucht worden und ich durfte eine davon sein.

Da ich selbst Trainer*in einer inklusiven Trampolingruppe bin, liegt mir das Thema sehr am Herzen. Ich empfinde Sport als eine tolle Möglichkeit, um Menschen zusammenzubringen, den eigenen Selbstwert zu stärken und eine gute Zeit zu haben. Genau das konnte ich bei den Special Olympics World Games in Berlin beobachten. Angefangen bei der großen Eröffnungsfeier im Olympiastadion, wo die Delegationen aller Länder eingezogen sind und in der Mitte einfach eine große Party stattgefunden hat. Es wurde viel getanzt, geturnt und gelacht. Dies als Zuschauerin zu beobachten, hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht und es war sehr ansteckend. Vor allem das Entzünden des olympischen Feuers hat bei mir für Gänsehaut gesorgt. Bei den Special Olympics World Games wird das Feuer als „Flame of hope“ bezeichnet, denn die Spiele wollen u.a. dazu beitragen, dass Inklusion umgesetzt wird: Alle können überall dabei sein und erhalten die Unterstützung, die sie brauchen. Und wir tragen dabei alle eine Verantwortung, um dies umzusetzen und Barrieren abzubauen. Die Weltspiele stehen unter dem Motto #unbeatabletogether #ZusammenUnschlagbar.
Als Volunteer war ich im Award Ceremonie Team eingesetzt, das heißt, wir haben die Sieger*innen-Ehrungen mitgestaltet. Vor, hinter und auf der Bühne war die Stimmung mitreißend, emotional und euphorisch. Die Athlet*innen haben so viel Freude und so viel Stolz ausgestrahlt, wie ich es bisher selten im Sport gesehen habe. Menschen mit Behinderungen werden immer noch vielfach ausgeschlossen, so dass ich es als besonders wichtig empfinde, dass die Special Olympics World Games ihnen eine Bühne geben.

Die Spiele laufen noch bis zum 25. Juni, doch ich musste bereits wieder abreisen. Für mich ist es ein absolutes Highlight gewesen, dass ich dabei sein durfte. Mich hat die „Flame of hope“ angesteckt und ich wünsche mir, dass die Aufmerksamkeit für das Thema Inklusion (Inklusion im Sport) auch nach den Weltspielen weiter besteht. In den Medien finden sich vielfach Artikel und Videos zu diesem Thema, in denen die Athlet*innen zu Wort kommen. Es lohnt sich dort reinzuschauen, denn es sind ihre Weltspiele und die Athlet*innen können noch besser ausdrücken, was die Special Olympics bedeuten und wie es sich anfühlt dort dabei zu sein. #ZusammenUnschlagbar #Berlin23

Merle Backsen, Bildungsreferentin Freiwilligendienste