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Konzept zur Berufsintegration von Pflegefachkräften aus der Ukraine

Im Rahmen der Konzertierten Aktion Pflege wurde eine Maßnahme zur Anerkennung der internationalen Abschlüsse von Pflegefachkräften – Erstellung von Länderberichten und Mustergutachten der Gutachtenstelle für Gesundheitsberufe (GfG) – vereinbart. Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat daraufhin die Forschungs- und Transferstelle Integration und Migration (GIM) beauftragt, ein Konzept zu erarbeiten, das eine zügige Berufsintegration mit schneller Nachqualifizierung und Anerkennung von Abschlüssen von Pflegefachkräften aus Drittstaaten vorsieht (INGA Pflege). In diesem Zusammenhang ist nun eine Weiterentwicklung des Konzeptes speziell für die schnelle Berufsintegration von Pflegefachkräften aus der Ukraine vom Bundesministerium für Gesundheit vorgelegt worden. Zu diesem Konzept finden sich weitere Informationen, auch hinsichtlich konkreter Umsetzungsfragen, auf der Website des Deutschen Kompetenzzentrums für Internationale Fachkräfte in den Gesundheits- und Pflegeberufen (DKF).

Das Konzept ermöglicht eine zügige Berufsintegration mit schneller Nachqualifizierung und Anerkennung ukrainischer Pflegefachkraftabschlüsse. Es besteht aus einem Integrationskurs mit Spracherwerb mit integriertem Berufspraktikum. Daran schließt ein berufsbegleitender Anpassungslehrgang an mit modularen Kurseinheiten in den Bereichen Sprachbegleitung, angeleitete Praxis am Arbeitsplatz sowie Unterricht in Theorie und Praxis. Besonderheit ist ein Teamteaching von Sprach- und Fachlehrenden. Der Anpassungslehrgang schließt mit einem Abschlussgespräch ab. Im Rahmen des Abschlussgesprächs kann ggfs. auch der Nachweis der Fachsprachenkunde erbracht werden.

Am Universitätsklinikum Dresden wird das Konzept derzeit unter Initiative des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt als Pilotprojekt getestet. Dieses Vorgehen war in einem GMK-Beschluss vom 12. April 2022 und in den Gemeinsamen Empfehlungen mit den für die Anerkennung zuständigen Ministerien der Länder zur Integration von ukrainischen Kriegsflüchtlingen in die Gesundheitsberufe von August 2022 so vereinbart worden.

Das Konzept steht nunmehr bundesweit für Anpassungsqualifizierungen zur Verfügung. Entsprechend gesetzlicher Vorgaben haben Versorgungseinrichtungen die vorherige Zustimmung der Anerkennungsbehörde zur Durchführung betrieblicher Anpassungslehrgänge einzuholen. Das Konzept ist offen für Anpassungen an länderspezifische Anforderungen insbesondere hinsichtlich des Lehr- bzw. Ausbildungsplans und der Anforderungen an die beteiligten Bildungsträger.

 

Das Konzept steht Ihnen in zwei Varianten zum Download zur Verfügung:

- Variante 1: Nachgewiesene Berufstätigkeit in der Ukraine von mindestens 12 Monaten Vollzeit.

- Variante 3: Nachgewiesene Berufstätigkeit in der Ukraine von mindestens 3 Monaten (480 Stunden).