Heizungsumbau finanzierbar? Kurzexpertise der Paritätischen Forschungsstelle zu Einkommen und Vermögens von Immobilienbesitzer*innen

Im Auftrag des Paritätischen Gesamtverbandes und des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hat die Paritätische Forschungsstelle empirisch wichtige Erkenntnisse zum aktuellen Thema der Sanierung von Heizungen auf Basis von Einkommens- und Vermögensdaten des Sozio-oekonomischen Panels (vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung) ermittelt. Im Zentrum der Expertise steht die Frage: Wie viele Immobilienbesitzende können die auf sie zukommenden Investitionen durch einen Heizungsumbau leisten bzw. wie viele sind auf finanzielle Unterstützung angewiesen? Im Ergebnis ist zu konstatieren, dass das geplante Verbot von Öl- und Gasheizungen in Verbindung mit dem Austausch der Geräte viele Immobilienbesitzer*innen vor große finanzielle Probleme stellt. Allein 13 Prozent der selbstnutzenden Immobilienbesitzer*innen (ohne weitere Immobilien) haben kein Vermögen. Ein Viertel dieser Gruppe hat ein Finanzvermögen von unter 9.000 € und damit keine ausreichenden Mittel für das Bestreiten von fünfstelligen Sanierungskosten. Es gibt jedoch auch die andere Seite der Medaillie: Vermögen ist ungleich verteilt und das dritte Quartil der Verteilung, d.h. das obere Viertel der Immobilienbesitzenden verfügt über deutlich mehr Vermögen. Im Resultat bedeutet dies für die politische Frage: Um die Klimaziele zu erreichen ist eine ambitionierte Wärmewende unabdingbar, aber diese muss sozial gestaltet und durch zielgerichtete Unterstützungen flankiert werden. Die sprichwörtliche Förderung mit der “Gießkanne” ist kein Zukunftsmodell, d.h. auch Investitionsförderungen im Klimaschutzbereich müssen so gestaltet werden, dass sie die Einkommens- und Vermögensspreizung verringern, nicht erhöhen.

 

Neben der zentralen Frage der Finanzvermögen von Immobilienbesitzenden geht die Studie

noch auf zwei weitere empirische Fragen ein: Wer sind Immobilienbesitzende und wie hoch sind ihre Haushaltsnettoeinkommen?

Im Auftrag des Paritätischen Gesamtverbandes und des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hat die Paritätische Forschungsstelle empirisch wichtige Erkenntnisse zum aktuellen Thema der Sanierung von Heizungen auf Basis von Einkommens- und Vermögensdaten des Sozio-oekonomischen Panels (vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung) ermittelt. Im Zentrum der Expertise steht die Frage: Wie viele Immobilienbesitzende können die auf sie zukommenden Investitionen durch einen Heizungsumbau leisten bzw. wie viele sind auf finanzielle Unterstützung angewiesen? Im Ergebnis ist zu konstatieren, dass das geplante Verbot von Öl- und Gasheizungen in Verbindung mit dem Austausch der Geräte viele Immobilienbesitzer*innen vor große finanzielle Probleme stellt. Allein 13 Prozent der selbstnutzenden Immobilienbesitzer*innen (ohne weitere Immobilien) haben kein Vermögen. Ein Viertel dieser Gruppe hat ein Finanzvermögen von unter 9.000 € und damit keine ausreichenden Mittel für das Bestreiten von fünfstelligen Sanierungskosten. Es gibt jedoch auch die andere Seite der Medaillie: Vermögen ist ungleich verteilt und das dritte Quartil der Verteilung, d.h. das obere Viertel der Immobilienbesitzenden verfügt über deutlich mehr Vermögen. Im Resultat bedeutet dies für die politische Frage: Um die Klimaziele zu erreichen ist eine ambitionierte Wärmewende unabdingbar, aber diese muss sozial gestaltet und durch zielgerichtete Unterstützungen flankiert werden. Die sprichwörtliche Förderung mit der “Gießkanne” ist kein Zukunftsmodell, d.h. auch Investitionsförderungen im Klimaschutzbereich müssen so gestaltet werden, dass sie die Einkommens- und Vermögensspreizung verringern, nicht erhöhen.

Neben der zentralen Frage der Finanzvermögen von Immobilienbesitzenden geht die Studie

noch auf zwei weitere empirische Fragen ein: Wer sind Immobilienbesitzende und wie hoch sind ihre Haushaltsnettoeinkommen?