Empfehlungen des Deutschen Vereins zur Unterstützung von psychisch Kranken im SGB II

Die "Empfehlungen des Deutschen Vereins zur Unterstützung von Personen mit psychischen Beeinträchtigungen und psychischen Erkrankungen in der Grundsicherung für Arbeitsuchende" sollen einen Beitrag zu einer besseren Unterstützung von psychisch erkrankten Personen im SGB II leisten.

Die Empfehlungen richten sich vorrangig an die Träger der Grundsicherung und die Jobcenter, außerdem an den Bund, die Länder, die Krankenkassen, die Deutsche Rentenversicherung und an freigemeinnützige Träger.

Ausgangspunkt ist die Feststellung, dass ein erheblicher Anteil der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten im SGB II von psychischen Beeinträchtigungen und psychischen Erkrankungen betroffen ist. Aus Krankenkassendaten lässt sich der Anteil an Versicherten mit einer psychiatrischen Diagnose innerhalb eines Jahres nach Erwerbsstatus differenziert ermitteln. Unter den Versicherten der AOK lag der entsprechende Anteil bei zuletzt rund 40 %.  

Mit den Empfehlungen sollen die Jobcenter Hinweise dafür erhalten, wie sie psychische Beeinträchtigungen erkennen  und darauf hinwirken können, dass aus psychischen Beeinträchtigungen keine dauerhaften psychischen Erkrankungen entstehen. Die Jobcenter sollen dazu beitragen, dass Leistungsberechtigte das Versorgungssystem erreichen und Leistungen aus diesem System in Anspruch nehmen. Entsprechend umfangreich ist in dem Papier auch das psychiatrische und psychosoziale Versorgungssystem dargestellt. Ein weiterer Schwerpunkt bilden Ausführungen zur bedarfsgerechten Ausgestaltung von Eingliederungsleistungen und zur Teilhabe am Arbeitsleben.

Am 16.02.2023 werden die Empfehlungen von 14.00 bis 16.00 Uhr in einer digitalen Fachveranstaltung des Deutschen Vereins vorgestellt und diskutiert.

Hier geht es zur Meldung auf der Website des Deutschen Vereins.