Bundesgesundheitsministerium legt ersten Konzeptentwurf zur Reform der Physiotherapie-Ausbildung vor - Stellungnahme des Paritätischen Gesamtverbandes

In Vorbereitung auf einen Gesetzentwurf zur Neuausrichtung der Berufe in der Physiotherapie hat das Bundesgesundheitsministerium im vergangenen Jahr ein Konsultationsverfahren eröffnet, an dem sich der Paritätische bereits damals beteiligt hat (siehe Anlage). Im Ergebnis des letztjährigen Konsultationsverfahrens ergebe sich auf Grundlage der Verbände- und Länderpositionierungen laut Bundesgesundheitsministerium nun eine klare Tendenz für eine Teilakademisierung der Berufe in der Physiotherapie (Masseurin und Medizinische Bademeisterin/ Masseur und Medizinischer Bademeister sowie Physiotherapeutin/ Physiotherapeut), jedoch im Sinne eines „Nebeneinanders“ einer fachschulischen und einer hochschulischen Ausbildung zu zwei Berufen in der Physiotherapie mit unterschiedlichen, klar abgrenzbaren Kompetenzen (siehe Anlage). Die im letzten Jahr eingegangenen Stellungnahmen zur Reform der Berufe in der Physiotherapie sollen nun insbesondere mit Blick auf die im Rahmen der Ausbildung zu erwerbenden Kompetenzen in einem zweiten Schritt im Rahmen einer ergänzenden Befragung weiter konkretisiert werden.

Hierzu hat der Paritätische erneut eine Stellungnahme eingereicht (siehe Anlage). Kritisiert wird darin insbesondere die im Konzeptentwurf avisierte Vollakademisierung des Berufsbildes der Physiotherapie, die der Paritätische mit Blick auf die Versorgungssicherheit sowie die beruflichen Teilhabechancen aller entschieden ablehnt.

Näheres ist der Stellungnahme im Anhang zu entnehmen.