... Benthe Untiedt

Warum arbeiten Sie beim PARITÄTISCHEN Hamburg für die Koordinierungsstelle Individuelle Unterbringung?

Mich hat an dieser Stelle von Anfang an begeistert, dass Herz und Kopf gefordert sind. Außerdem konnte ich mich sofort mit der wertschätzenden Grundhaltung des PARITÄTISCHEN gegenüber allen Menschen – besonders denen in schwierigen Situationen - identifizieren.

In der Koordinierungsstelle für individuelle Unterbringung arbeite ich als Fachberaterin. Gemeinsam mit Maren Peters unterstütze ich das Jugendamt in der Erarbeitung eines Fallverstehens und bei der Entwicklung einer individuellen Hilfe. Kernstück in diesem Prozess ist der Trägerverbund, indem alle Fallbeteiligten und kooperierenden Träger zusammentreffen und ein intensiver Austausch angestoßen wird. Dabei wird die Individualität jedes Kindes/jedes Jugendlichen und seiner Geschichte ins Zentrum der lösungs- und ressourcenorientierten Arbeit gerückt.

Was ist Ihr Lieblingsort in Hamburg (und Umgebung) und warum?

Ich bin an der Ostsee aufgewachsen und kann mir ein Leben ohne Wasser nur schwer vorstellen, deswegen ist die Elbe für mich gleichzeitig Energie- und Ruhepol. Es gibt für mich nichts Schöneres, als die Füße in den Sand zu stecken, die Wellen rauschen zu hören und Schiffe zu beobachten. Das leise Dröhnen des Hafens habe ich dabei besonders lieben gelernt.

Was ist Ihr Lieblingsfilm?

Einen Lieblingsfilm finde ich schwer festzulegen, aber ich habe eine Lieblingsserie: Der Tatortreiniger. Als echtes Nordlicht trifft das einfach meinen Humor – trocken und liebenswert. Außerdem finde ich die Episoden wundervoll erzählt und gestaltet. Die Mischung aus Theater und Fernsehen ist etwas Besonderes unter den deutschen Produktionen.


...Joachim Speicher

Foto von Joachim SpeicherUnser Geschäftsführender Vorstand feierte kürzlich sein 26-jähriges PARITÄTISCHES "Jubliäum". Seit 2009 arbeitet er in seiner jetzigen Funktion in Hamburg.

Wer war Ihr Jugendidol?
Das waren gleich mehrere hintereinander. Immer Musiker. Rockgitarristen zumeist. Das fing mit dem Beatle George Harrison an, der - als ich 15 war - von David Gilmour, dem Gitarristen von Pink Floyd abgelöst wurde. Der „sphärische“ Gilmour übergab dann den Stab meines Idols an Frank Zappa weiter. Das war ungefähr 1977.  Er ist übrigens auch heute noch, 22 Jahre nach seinem frühen Tod, mein Idol eines perfekten Gesamtkunstwerks.   

Was ist Ihr Lieblingsbuch?
Eines meiner liebsten Bücher ist T.C.Boyles „Drop City“. Drop City besteht aus zwei sich aufeinander zubewegenden Handlungssträngen, die sich nach ungefähr der Hälfte des Buches vereinen. Der Hauptstrang erzählt die Geschichte der namensgebenden Kommune Drop City in Kalifornien, die etwa 60 Mitglieder umfasst. Jeder Tag ist eine einzige Party, alles wird miteinander geteilt. Die Gemeinschaft leidet jedoch unter Spannungen aufgrund der ungleichen Verteilung der anfallenden Arbeiten, was zu Hygiene- und Versorgungsproblemen führt. Auch ist die Gruppe untereinander gespalten und nicht alle teilen die friedliebenden Ansätze. Als eines Tages die Zwangsräumung kurz bevorsteht, entschließt sich die Gemeinschaft, nach Alaska zu ziehen, wo ihr Guru Norm Sender ein Grundstück geerbt hat. Parallel dazu wird die Geschichte des in Alaska sesshaften Trappers Sess Harder erzählt, der seine Traumfrau findet und sie heiratet. In Alaska treffen nun diese zwei unterschiedlichen Gesellschaften aufeinander. Ein herrlicher Spaß beim Lesen,  bei dem einem aber auch manchmal der Atem stockt, wie schnell das Leben und mit wie wenig Zutun das Leben in mörderische Konflikte mündet.

Was bringt Sie auf die Palme?
(Vermeintlich) Starke demütigen und entwerten (vermeintlich)  Schwache. Auf die Palme bringt mich, dass die (vermeintlich) Starken das für gerechtfertigt halten. Ich bin in einer Region der Bergbau- und Stahlindustrie aufgewachsen. Da lernt und erfährt man, dass das genaue Gegenteil die Wirklichkeit eher repräsentiert.

Ihr Lieblingswitz:
Rollt ein Mann ein 500 l Holzfass mühselig über die Straße. Fragt ein Passant: „Na, was machen Sie denn da?“ Antwort: „Ich bin unterwegs zu meinem Arzt. Er hatte mich gebeten, nach einem Jahr mit meinem Urin wiederzukommen.“

 

 


... Jasmine Rouamba

Seit wann arbeiten Sie beim PARITÄTISCHEN Hamburg und was machen Sie genau?
Ich bin seit Januar 2016 im Projekt Fachberatung und Qualifizierung für Migranten(selbst)- organisationen (MSO) als Fachberaterin tätig. In diesem Rahmen berate ich Initiativen, Gruppen, Vereine und angehende Vereine zu sämtlichen Fragen rund um das Vereinswesen, Fördermöglichkeiten, Öffentlichkeitsarbeit, das Finden von geeigneten Räumen für diverse Projekte und noch viel mehr.

Wer hat Sie zuletzt womit besonders beeindruckt?
Diese Frage möchte ich gern in Bezug auf die MSO beantworten, die ich bisher kennen lernen durfte. Obwohl ich um das herausragende Engagement der MSO weiß, bin ich nach jeder Beratung immer wieder neu beeindruckt von dem Engagement und der herausregenden Fachkompetenz auf den jeweiligen Themengebieten der MSO. Es ist eine große Ehre, einen Teil zu diesem Engagement beitragen zu dürfen und durch das MSO-Projekt den notwendigen Werkzeugkasten auf struktureller Ebene für die Umsetzung der diversen Inhalte der MSO-Projekte bereitzustellen.

Womit lenken Sie sich am ehesten von Stress ab?
Meine Tochter lenkt mich nicht nur von Stress ab, sondern auch von allen anderem ;-)
Egal was ich noch alles im Kopf habe, ab dem Moment, in dem meine Kleine bei mir ist, passiert ein Abmeldeprozess vom Arbeitsalltag  und ein Anmeldeprozess in die Welt meiner Kleinen. Ein perfektes Stressabbau- und Erholungsprogramm für mich.

 

 


... Antje Waschke

Seit wann arbeiten Sie beim PARITÄTISCHEN Hamburg und was machen Sie genau?
Ich bin seit Januar 2016 dabei und leite die Koordinierungsstelle für das Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“. Hier berate ich aktuell 13 Kitas, die überwiegend Kinder aus anderen Kulturen und mit einer anderen Erstsprache als Deutsch betreuen.
Als Fachberaterin berate und unterstütze ich die Qualitätsentwicklung in den Kitas, indem ich das Team bei Inhouse-Schulungen und Teamsitzungen zu den Schwerpunkten alltagsintegrierte Sprachförderung, inklusive Pädagogik und Zusammenarbeit mit Familien berate und schule. Zusätzlich unterstütze ich die Weiterentwicklung des (Sprachförder)Konzeptes der unterschiedlichen Häuser.
Darüber hinaus qualifiziere, berate und begleite ich Tandems aus Sprachförderkräften und Kitaleitungen aus allen Häusern in regelmäßigen Arbeitskreisen und an Fachtagen zu den Handlungsfeldern des Bundesprogrammes.
Aktuell bin ich im ersten Durchgang alle Kitas des Sprachförderverbundes zu besuchen und kennenzulernen. Es ist unheimlich inspirierend, die unterschiedlichen Häuser kennenzulernen und immer wieder bewusst zu werden, wie gut und wichtig deren Arbeit für die Kinder und Familien ist. Ich freue mich sehr darauf, im Laufe dieses Projektes die vielen, vielen Erfahrungen, Materialien und Methoden, die sich in den Kitas finden, zu bündeln, Vertiefendes hinzuzufügen und anschließend alles dem ganzen Verbund zur Verfügung zu stellen. So lernen alle voneinander und miteinander – dabei immer das Kind im Mittelpunkt unseres Denkens und Handelns.

Was ist Ihr Lieblingsort in Hamburg?
Ich liebe den Stadtpark und dort ganz besonders das Grillen! Jedes Jahr kann ich es kaum erwarten, dass das Wetter besser wird. Bei den ersten Sonnenstrahlen und milden Temperaturen geht es dann raus in den Startpark zum „Angrillen“. Mit Freunden und Familien in geselliger Runde im Grünen zusammensitzen, das bunte Treiben um uns herum beobachten und dazu frisch Gegrilltes genießen – das gehört definitiv jedes Jahr zu meinen Höhepunkten.
Und auch das Planetarium im Stadtpark hat es mir angetan. Es ist unheimlich beeindruckend, in der großen Kuppel zu sitzen und virtuell durch die Weiten des Weltalls zu reisen. Das bringt stets das eigene Leben in Perspektive und inspiriert zu Neuem.

Hund oder Katze – was ist das bessere Haustier?
Seit klein auf gab es für mich immer Katzen in meinem Leben.  Es ist so entspannend, eine schlafende Katze zu beobachten. Wie sie tiefenentspannt und frei von Sorgen auf dem Fensterbrett in der Sonne liegt, alle Viere von sich gestreckt und vor Wonne schnurrend. Ist sie dann aber wach, macht sie sich sogleich eigenwillig auf den Weg ein neues Abenteuer zu erleben!
Ich schätze die Eigenwilligkeit und Unabhängigkeit von Katzen, denn das macht es umso mehr zu etwas Besonderem, wenn sie unsereins als Dosenöffner auserkoren haben, auf dessen Computertastatur sie sich setzen und in deren Tasche sie krabbeln, sei sie auch noch so klein! Eine Katze im Haus zu haben, macht Freude und entspannt ungemein!

 

 


...Katja Proksch

Seit wann arbeiten Sie beim PARITÄTISCHEN Hamburg und was machen Sie genau?
Ich arbeite seit April 2012 beim PARITÄTISCHEN Hamburg als pädagogische Mitarbeiterin in den Freiwilligendiensten. Pro Jahr betreue ich dabei zwei Gruppen mit etwa 45 jungen Menschen, die ein Freiwilliges Soziales Jahr oder einen Bundesfreiwilligendienst bei den Mitgliedsorganisationen des PARITÄTISCHEN  absolvieren. Vom „klassischen“ Einsatzbereich Kita über Einrichtungen der Jugendhilfe, Schule, Menschen mit Behinderungen, Seniorenwohneinrichtungen und vielen weiteren Bereichen ist alles dabei.
Kernstück der Arbeit sind die einwöchigen Bildungsseminare, viermal im Jahr pro Gruppe. Nach einem Einführungsseminar, bei dem es überwiegend um die Grundlagen des Freiwilligendienstes geht, können die Gruppen selbst Themen für die Folgeseminare einbringen, häufig sind diese aus dem sozialen Bereich oder persönlich relevant wie z.B. Berufsorientierung und vieles mehr. So gleicht kein Seminar dem anderen und auch jede Gruppe hat ihre eigene Dynamik, was diese Aufgabe sehr spannend und abwechslungsreich macht.
Zudem besuche ich die Freiwilligen einmal im Zyklus in ihren Einsatzstellen und stehe auch bei Konflikten und Schwierigkeiten zur Verfügung, um zu klären und zu vermitteln.
Darüber hinaus veranstalten wir auch Seminare für Anleiter/innen der Freiwilligen, sind in Arbeitskreisen vertreten und es kommen auch immer wieder neue Bereiche dazu wie z.B. Flüchtlinge im Freiwilligendienst bzw. Freiwillige, die in diesem Bereich tätig sind.
Besonders schätze ich den Kontakt mit den vielen unterschiedlichen Menschen, die eins gemeinsam haben: ein großes Interesse daran, sich in sozialen Einrichtungen einzubringen und sich selbst dabei weiter zu entwickeln.

Was war Ihr schönster Urlaub?
„Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon.“ Ich reise wahnsinnig gerne und habe schon als Schülerin jede Gelegenheit zum Schüleraustausch genutzt: Spanien, Frankreich, Finnland… als Studentin bin ich viel durch Europa gereist und oft auch länger als ursprünglich geplant – so wurden aus geplanten drei Wochen auch schon mal drei Monate dank Semesterferien!
Auch im Arbeitsleben blieb es im Rahmen der Möglichkeiten dabei – so bin ich den Camino del Norte gelaufen, den Jakobsweg an der Küste Nordspaniens entlang, und bin von 2009 bis 2010 sogar nochmal ein Jahr aus dem hiesigen Berufsleben ausgestiegen und habe in einem Hostel in Adelaide/Australien gearbeitet. Genügend Zeit zum Reisen blieb natürlich auch.
Zuletzt war ich über den Jahreswechsel in Südostasien und hab mich besonders in Vietnam verliebt. Ein tolles Land mit tollen Menschen und wahnsinnig schöner Natur!
Jede Reise verändert mich selbst auch ein wenig – es gibt einfach so viele verschiedene Sichtweisen auf das Leben, die mich beeindrucken.

Welches Buch lesen Sie zurzeit?
Ich lese recht viel Fachliches, um immer neue Seminarthemen vorzubereiten und auf dem Stand der Dinge zu den Themen zu bleiben, die mich interessieren.
Darüber hinaus, ehrlich gesagt,  wenig anspruchsvoll. Gerne Krimis, gerne mehrere aus einer Reihe und so freu ich mich, wenn ich etwas finde, was ich noch nicht kenne. Aktuell rund um den Ermittler Peter Decker von Faye Kellerman, auch wenn diese schon etwas älter sind.


... Beatrix Wildenauer-Schubert

Seit wann arbeiten Sie beim PARITÄTISCHEN Hamburg und was machen Sie genau?
Ich arbeite seit August 2011 im PARITÄTISCHEN als Fachberatung für den Bereich Kita und GBS im Team des Fachbereiches FBBE. Spannend hierbei finde ich die ständig wechselnden Anfragen, Beratungsbedarfe und immer wieder neue, aktuelle Themen, die es innerhalb des Arbeitsfeldes zu bewegen gilt. Über Jahre die Entwicklung von Einrichtungen, Leitungen, Teams und Vorständen zu begleiten, Arbeitskreise mitzuplanen und zu gestalten, der Blick über den Tellerrand durch das Anregen von Hospitationen untereinander, Werkstatt-Tage zu organisieren und dabei die Kompetenzen von Fachkräften im Austausch zusammenzubringen, sind nur einzelne Bausteine dieser vielfältigen Arbeit. Mitgestaltung des bunt&laut-Musikfestivals oder aktuell der Aufbau der Mobilen Kita am Hauptbahnhof sind Aufgabenstellungen, die die Arbeit hier im PARITÄTISCHEN ebenfalls sehr bereichern.


Was war Ihr schönster Urlaub und warum?  
Besonders ist für mich wiederkehrend ein Urlaubsziel, das ich vom ersten Mal an wie ein Ankommen erlebt habe, Gänsehaut inbegriffen.
Venedig – für viele eine Touristenhochburg – hat abseits der Massenströme wunderschöne ruhige, entspannte Gassen und Viertel – und erst die Inselwelt! Eine neue Generation wächst zudem heran, die die Flucht der Venezianer und die stetige Veralterung stoppen möchte. Es gibt Dank eines bis vor einigen Jahren aktiven Stadtplaners neue Viertel mit bezahlbaren Wohnungen, einen Ausbau der Infrastruktur für Familien und den Aufbau nachhaltiger Projekte. Auf der Insel Sant'Erasmo wird wie früher wieder ein Großteil der Gemüse- und Obstbedarfe angebaut, sehr geschätzt von den ansässigen Gastronomen und für jedermann auf den Märkten oder Gemüseschiffen zu erhalten. In einem meiner Lieblingsviertel  zum Wohnen, Dorsoduro, quirlt es durch die ansässige Uni voll junger Leute. Der kleine Schatten, Ombra, das kleine Glas Wein ab 11:00/12:00 Uhr und dann am Abend wieder mit den Venezianern in einer gemütlichen Bàcari oder im Freien davor genossen – bis heute hat sich daraus eine Lebensart, ein kommunikativer Stil, ein Moment fröhlicher Geselligkeit entwickelt. Eine Art Ritual, das sich täglich zur Mittags- und Abendzeit wiederholt, wenn die Venezianer einkehren, um dazu kleine cicheti zu genießen – leckere Häppchen ähnlich wie Tapas – und wunderbar, um in Kontakt zu kommen... Es wird nicht das letzte Mal gewesen sein: mit den Enkelinnen wird es das Wandeln auf Cornelia Funkes Romanspuren Herr der Diebe geben – das alte verlassene Kino, den Antiquitätenladen des bösen Händlers und andere Stationen habe ich schon aufgespürt…


Was ist (aktuell) Ihr größter Traum?      
Die menschenwürdige Aufnahme der Ankommenden in unserem Land, Aufrechterhaltung und Neuentdeckung der Hilfsbereitschaft in unserer Bevölkerung, kreative Lösungen für Herausforderungen, Begegnungsmöglichkeiten untereinander und sinnstiftende Beschäftigungen für die Geflüchteten.  
 


... Maren Peters

Maren PetersSeit wann arbeiten Sie beim PARITÄTISCHEN und was machen Sie genau?
Ich bin seit April 2014 als Koordinatorin des Projektes individuelle Unterbringung tätig, welches zu dem Jugendhilfereferat gehört. Das Ziel der Koordinierungsstelle ist es, das Jugendamt dabei zu unterstützen, in schwierigen und komplexen Fallverläufen eine tragfähige individuelle Hilfe für das Kind oder den Jugendlichen zu entwickeln und umzusetzen. Dieses ist häufig jedoch nicht immer eine stationäre Unterbringung. Ziel ist darüber hinaus die Deeskalation von Hilfeverläufen. Das Modellprojekt ermöglicht durch sein moderiertes Verfahren ein vertieftes und umfassendes Fallverstehen als Basis aller weiteren Schritte.
Wenn es auch viele gemeinsame „Merkmale der Zielgruppe“ gibt, so ist doch jedes Kind, jeder Jugendliche und dessen Schicksal  anders; das Besondere an unserem Projekt ist, dass wir uns die Zeit nehmen können, uns mit jeder Geschichte auch intensiv zu beschäftigen. Bei aller Ähnlichkeiten der Biographien darf man sich nicht verführen lassen, dass man das alles schon hundert Mal gehört hat und schon genau weiß, was dieses Kind benötigt. Jedes einzelne Kind hat es verdient, dass wir ihm und seinen Lebensäußerungen zuhören.

Welches Buch lesen Sie zurzeit?
Zurzeit lese ich von Hans Josef Ortheil das Buch „Die Berlinreise“. Es fußt auf Aufzeichnungen, die der Autor als zwölfjähriger Junge gemacht hat, als er Anfang der 60iger Jahre mit seinem Vater eine Reise nach Berlin unternahm. Ein atmosphärisch dichtes wunderschön geschriebenes Buch, welches gleichzeitig Zeitreise und Eintauchen in die ganz spezielle Familie des Autors ist.
Wie kann ein 12 jähriger Junge schon solche scharfen Beobachtungen machen und dann noch in Worte fassen:
„Ich möchte nicht fleißig sein. Fleißig ist man, wenn man etwas mit viel Mühe und Anstrengungen hartnäckig macht. Beim Fleißigsein schwitzt man und macht alles lustlos…. Ich mag Eichhörnchen, aber ihr Emsigsein hat auch etwas Blödes. ... Die Fleißigen und Emsigen verbuddeln zu viel und machen sich viele unnötige Gedanken und Sorgen."

Hund oder Katze ?
Wer bedingungslose Liebe erleben, jeden Abend fröhlich zuhause begrüßt werden möchte sowie Lust auf viele neue Kontakte in seinem Stadtteil hat, der kaufe sich einen Hund! Darüber hinaus gibt es keinen Ausreden mehr für tägliche Spaziergänge. Es gibt kaum etwas Schöneres als mit seinem Hund  bei Wind und Wetter durch den Jenischpark zu stromern und im Anschluss mit schmutzigen Gummistiefeln ein Cafe zu entern, um eine heiße Schokolade zu trinken!

 

 


... Petra Kettnitz

Seit wann arbeiten Sie beim PARITÄTISCHEN Hamburg und was machen Sie genau?
Im November 1999 habe ich meine Arbeit beim PARITÄTISCHEN im Fachbereich Altenhilfe aufgenommen. Zu meinen Aufgaben gehörte u.a. die Weiterleitung der per Mail eingegangenen Anfragen, die Organisation von Fortbildungen im Bereich des SGB XI sowie Antragsstellung der vom KDA geförderten Weiterbildungen und die entsprechenden Abrechnungen und Verwendungsnachweise (noch per Schreibmaschine), die Planung von Veranstaltungen der Qualitätsgemeinschaft Pflege sowie die Beitragsermittlung und Rechnungsstellung an die Mitglieder der QGP. Außerdem unterstützte ich noch das Projekt Selbstbestimmt wohnen im Alter, welches im März 2002 endete.  Zum damaligen Zeitpunkt gab es noch nicht für alle Bereiche einen Internetzugang. Das erschwerte die Arbeit, denn nur an meinem Arbeitsplatz befand sich ein Modem. Das bedeutete: Mailbearbeitung lief ausschließlich über meinen Arbeitsplatz.
Nach dem Umzug des PARITÄTISCHEN vom Mittelweg in die Wandsbeker Chaussee im Sommer 2001 wurde endlich jeder Arbeitsplatz mit einem Internetanschluss ausgestattet und persönliche E-Mailadressen eingerichtet. Das veränderte den Ablauf der Arbeiten in den Sekretariaten. Viele Dinge konnten in kürzester Zeit erledigt werden. Zum FB Altenhilfe bekam ich im Jahr 2003 noch den FB Behindertenhilfe dazu. Personelle Veränderungen führten letztendlich dazu, dass ich den Altenhilfebereich sowie später auch den Fachbereich Behindertenhilfe an zwei neu eingestellte Kolleginnen abgegeben habe und ich eine neue Herausforderung angenommen habe: die Assistenz der Fachbereiche Kinder- und Jugendhilfe sowie Kita. Ein ganz anderes Sachgebiet, nichts mehr zu tun mit Versorgungsverträgen und Kassenverhandlungen, und eine interessante und spannende Aufgabe.

Was ist Ihr Lieblingsort in Hamburg (und Umgebung) und warum?
In Hamburg gehe ich am liebsten zum Hafen oder an die Alster. Als Kind bin ich in Hamburg im Urlaub gewesen und habe durch meinen Onkel hier den Michel, den alten Elbtunnel und viele andere Dinge kennenlernen dürfen. Noch heute zieht es mich an diese Orte, die mich als Kind sehr beeindruckt haben. In Berlin, wo ich lange gelebt habe, gab es so etwas schließlich nicht.  

Womit lenken Sie sich am ehesten von Stress ab?
Durch ausgiebige Spaziergänge am Wasser. Früher war es der Ostseestrand, heute ist es der Weg an der Bille. Ob zu Fuß oder per Fahrrad, in dieser Umgebung kann ich am besten abschalten.
Dann ist es auch immer wieder schön, wenn ich mit meiner Enkeltochter telefonieren kann. Ich sehe sie ja meist nur einmal im Jahr, da sie in England lebt. Sie singt mir oft am Telefon was vor, z.B. den fluttershy song. Das ist super schön, bringt viel Freude und macht einfach Spaß!

 

 


... Katja Gwosdz

Seit wann arbeiten Sie beim PARITÄTISCHEN Hamburg und was machen Sie genau?
Ich habe 2011 im Projekt MEHR Männer in Kitas angefangen und war dort für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit zuständig, vor allem für die Erstellung unserer YouTube-Filme. Das bin ich auch immer noch, allerdings läuft das Projekt nur noch bis Ende dieses Jahres und in deutlich kleinerer Form, so dass ich Zeit für weitere Aufgaben habe. So bin ich hauptzuständig für den Newsletter, unterstütze meinen Kollegen Christian Böhme in der Öffentlichkeitsarbeit des Verbandes, organisiere die Teilnahme unserer Mitglieder an der Jobbörse Let’s Care, übernehme grafische Aufgaben und erstelle hin und wieder einen Webfilm über eines unserer Projekte. Außerdem bin ich Mentorin zweier PARI INNO-Innititativen und zurzeit viel mit der NDR-Spendenaktion "Hand in Hand" und unserem Engagement am Hauptbahnhof beschäftigt.

Hund oder Katze – was ist das bessere Haustier?
Für mich eindeutig die Katze, weil sie viel unabhängiger von Herrchen oder Frauchen leben kann und trotzdem sehr anhänglich ist. Wenn ich zuhause bin, ist meine Katze nur dann nicht an meiner Seite, wenn sie in meiner Nähe eingeschlafen ist und nicht mitbekommen hat, dass ich zwischenzeitlich den Raum gewechselt habe. Trotzdem kann ich problemlos ein ganzes Wochenende (oder auch einen Urlaub, dann aber mit nachbarschaftlicher Betreuung) ohne sie unterwegs sein.

Was ist Ihr Lieblingsfilm?
Das ist eine schwere Frage, weil es einige Filme gibt, die ich toll finde. "Inception" mit Leonardo DiCaprio ist für mich einer der besten Film überhaupt. Das Verwirrspiel mit verschiedenen Bewusstseins- und Traumebenen und das emotionale Ende ist ganz große Kinokunst.

 

 


... Sidonie Fernau

Seit wann arbeiten Sie beim PARITÄTISCHEN Hamburg und was machen Sie genau?
Ich arbeite seit April 2012 beim PARITÄTISCHEN im Projekt „Fachberatung und Unterstützung von Migranten(selbst)organisationen (MSO)“. Als Fachberaterin berate ich Migrant_innen und Menschen mit Migrationshintergrund, die in Initiativen engagiert sind, einen gemeinnützigen Verein, eine gemeinnützige GmbH/ UG oder eine Stiftung gründen möchten. Auch suchen Vertreter_innen von schon etablierten Migrantenorganisationen bei mir Rat. Oftmals liegt der Beratungsbedarf neben der Neugründung bei der Konzepterarbeitung, der Abrechnung erhaltener Fördermittel, der Planung strategischer Öffentlichkeitsarbeit und Interessensvertretung und beim Aufzeigen von Finanzierungswegen – von der Gewinnung von Spender_innen und Fördermitgliedern, der Beantragung von Fördermitteln auf Bezirks-, Landes-, Bundes- und EU-Ebene, über Möglichkeiten des Crowdfundings, bis hin zum Sponsoring. 
Seit April 2015 bin ich außerdem Referentin der Stabsstelle Diversität und Migration. Einer meiner Aufgaben besteht darin, die Referate, Einrichtungen und Projekte des PARITÄTISCHEN sowie die PARITÄTISCHEN Mitgliedsorganisationen in ihrem Prozess der Interkulturellen Orientierung und Öffnung zu begleiten. Seit wenigen Wochen liegt mein Schwerpunkt allerdings auf unseren Aktivitäten am Hauptbahnhof, an dem täglich 700 bis 1000 geflüchtete Menschen ankommen. Als PARITÄTISCHER unterstützen wir dort das humanitäre Engagement der Freiwilligen für die Geflüchteten.
Daneben koordiniere ich gemeinsam mit Katja Gwosdz und Cornelia Heider-Winter unsere PARITÄTISCHE Initiative PARI INNO.
 
Was ist Ihr Lieblingsort in Hamburg und warum?
Als Wahlhamburgerin stelle ich immer wieder fest: Hamburg ist eine unglaublich schöne Stadt! Planten un Bloomen, die Alster, der Stadtpark und der Elbstrand im Sommer & die Schanze und die Reeperbahn an Wochenenden sind einige der Orte, die längst über Hamburg hinaus bekannt sind. Das besten an Hamburg aber sind die Menschen. Ich liebe vor allem die Orte, an denen viele Menschen mit den unterschiedlichsten Hintergründen und Geschichten zusammen treffen, wie den Steindamm in St. Georg oder Billstedt rund um das Billstedt-Center. Hier könnte ich Stunden lang im Restaurant oder Café sitzen und dem Geschehen um mich herum zusehen.
 
Was machen Sie in Ihrer Freizeit?
Wenn ich nicht beim PARITÄTISCHEN arbeite, gibt es bestimmte Herzensthemen, die ich gesellschaftspolitisch als Bundesvorstandsmitglied vom Verband binationaler Familien und Partnerschaften, iaf e.V. und parteipolitisch als Landesvorstandsmitglied der Hamburger GRÜNEN versuche zu bewegen.
Außerdem habe ich in diesem Sommer - nach einer erfolglosen Shopping-Tour - einen Modedesign- und Schneiderkurs belegt und nähe jetzt an meinem ersten Kleid, das ich selbst entworfen habe. So richtig abschalten kann ich aber am bestem beim Auspowern im Fitnessstudio und an entspannten Abenden mit meinen Freund_innen.

 

 


... Edna Daneker

Seit wann arbeiten Sie beim PARITÄTISCHEN Hamburg und was machen Sie genau?
Ich arbeite seit dem 15.09.2008 als Assistentin beim PARITÄTISCHEN Hamburg. Gestartet bin ich im Bereich der Jugendhilfe. Im Jahr 2011 wechselte ich zum Projekt ´MEHR Männer in Kitas` und hatte dort drei Jahre die Gelegenheit, aktiv an der Kampagne mit allem drum und dran mitzugestalten. Mit Ende des Projektes wechselte ich in den Bereich der Freiwilligendienste. Hier fühle ich mich sehr wohl. Der Freiwilligendienst ist eine wunderbare Gelegenheit für die jungen Menschen, sich zu orientieren und sich für den weiteren beruflichen Weg auszurichten.

Sport ist Mord?! Oder wie sehen Sie das?
Ich bin täglich mit dem Rad unterwegs und das quer durch alle Jahreszeiten – schon mal ganz gut. Ansonsten halte ich mich mit Yoga fit. Um ehrlich zu sein, bewundere ich diejenigen, die sich nach einem langen Arbeitstag noch aufraffen, um intensiv Sport zu betreiben. Das liegt mir nicht so….

Womit lenken Sie sich am ehesten von Stress ab?
Vor einigen Jahren bin ich regelmäßig Gerätetauchen gegangen. Die Gemeinschaft mit anderen Tauchern und die Unterwasserwelt samt Unterwasserfotografie begeistern mich sehr  – da dies jedoch sehr (zeit)aufwändig ist und ich mehr Zeit meiner Familie widme, ziehe ich inzwischen vor, mich zu  Hause mit einem Buch in den Händen, einem Tee und hochgelegten Füßen zurückzuziehen. Zurzeit lese ich „Und Gott sprach: Wir müssen reden!“ von Hans Rath. 

 

 


... Katrin Haubner

Seit wann arbeiten Sie beim PARITÄTISCHEN Hamburg und was machen Sie genau?
Ich arbeite seit 2008 beim PARITÄTISCHEN Hamburg und bin zum einen für die betriebswirtschaftliche Beratung unserer Mitgliedsorganisationen und zum anderen für die kaufmännische Leitung zuständig. Bei der betriebswirtschaftlichen Beratung geht es um Entgeltverhandlungen mit Sozialhilfeträgern in den Bereichen Jugendhilfe und Eingliederungshilfe, um Einzelberatung in betriebswirtschaftlichen Fragen, Beratung im Zuwendungsrecht, Organisationsberatung
sowie um Personalentwicklung und Tarifgeschehen. Als Kaufmännische Leitung kümmere ich mich um Personal und –entwicklung, um Wirtschaftsplanung und Controlling und habe die Verantwortung über Buchhaltung. Darüberhinaus bin ich Stellvertretende Geschäftsführerin.


Was ist Ihr Ziel für den Sommerurlaub?

Urlaub an der Ostsee in Graal-Müritz ist für mich die beste Erholung mit Rad fahren und Natur pur. Dort fühle ich mich immer angekommen. Im September ist es dort schön ruhig, weshalb ich mich besonders freue, dass mein Urlaub nun unmittelbar bevor steht.


Wer hat Sie zuletzt womit besonders beeindruckt?

Mein Bruder hat im letzten Jahr eine sehr schwere Krankheit überstanden und kämpft sich jeden Tag mehr in sein altes Leben zurück, auch wenn es wahrscheinlich nie ganz wieder so sein wird.

 


... Christian Böhme

Seit wann arbeiten Sie beim PARITÄTISCHEN Hamburg und was machen Sie genau?
Ich habe vor kurzem - zu meinem eigenen Erstaunen - mein 10-jähriges Dienstjubiläum beim PARITÄTISCHEN gefeiert. Seit 2005 bin ich für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Verbandes zuständig. Dabei bin ich nicht nur Ansprechpartner für Journalistinnen und Journalisten, die wissen wollen, was wir zu sozialpolitischen Themen zu sagen haben, sondern auch verantwortlich für unsere Website, die Social-Media-Auftritte, Broschüren, Arbeitshilfen, Newsletter und vieles mehr. Im Moment beschäftigt mich insbesondere die NDR-Spendenaktion, die der Flüchtlingshilfe unserer Mitglieder zu Gute kommt.

Wer hat Sie zuletzt womit besonders beeindruckt?
Mich beeindruckt das große Engagement der Hamburgerinnen und Hamburger in der Flüchtlingshilfe. Es ist großartig, diesen Einsatz für die geflüchteten Menschen vor Ort mitzuerleben und zu sehen, dass die "Guten" in der Mehrheit sind. Dass an vielen Orten in der Republik geplante Flüchtlingsunterkünfte brennen und im Netz der rassistische Hass vor allem gegen Flüchtlinge sichtbarer wird, macht mich allerdings fassungslos. Umso wichtiger, dass wir uns diesen Personen - auch im Internet - entgegenstellen.

Womit lenken Sie sich am ehesten von Stress ab?
Beim täglichen Radfahren bekomme ich schnell wieder einen freien Kopf. Ich nutze die Zeit, um den Tag noch einmal Revue passieren zu lassen und meine Gedanken neu zu ordnen. Leider ist mir vergangenen Sonntag mein Fahrrad mitsamt Kindersitz geklaut worden, so dass ich gerade die Nachteile voller und stickiger Bahnen erleben darf. Ein wahres Wunder"mittel" gegen Stress ist allerdings meine Tochter. Selbst im größten Stress komme ich beim Spielen mit ihr im Matsch, beim Slalomfahren mit dem Rad oder beim Gespräch am Abendbrottisch auf andere und entspannte Gedanken. 


... Petra Diekneite

Seit wann arbeiten Sie beim PARITÄTISCHEN Hamburg und was machen Sie genau?
Ich arbeite seit dem 15.09.2000 bei KISS Hamburg im Paritätischen als Selbsthilfeberaterin und seit 2007 auch als Kontaktstellenleitung der Kontaktstelle Wandsbek in der Nähe vom Wandsbek Markt. Als Selbsthilfeberaterin bin ich einerseits als „Basisarbeitende“ mit konkreten Erkrankungen und Problemen von Menschen beschäftigt, die sich in Selbsthilfegruppen engagieren, andererseits bin ich als Kontaktstellenleitung mit dem Aufgabenspektrum betraut, dass das Funktionieren einer Selbsthilfekontaktstelle mit sich bringt. In unserer Kontaktstelle arbeiten zurzeit 5 Kolleginnen zu unterschiedlichen Themen und ca. 80 Selbsthilfegruppen treffen sich monatlich in unseren Räumlichkeiten. Da kommt eine Vielzahl unterschiedlicher Menschen zusammen mit den verschiedensten Anliegen und Fragestellungen, für die wir Ansprechpartnerinnen vor Ort sind. Die Arbeit in einer Selbsthilfekontaktstelle ist vielfältig und nahe an den Menschen, die für sich selber etwas tun möchten. Das finde ich auch nach längerer Zeit noch spannend.

Welches Buch lesen Sie zurzeit?
Empfehlen kann ich ein Buch, das nicht neu und trotzdem nach wie vor lesenswert ist. Ich habe es auch im Rahmen meiner Zuständigkeit für Krebsselbsthilfegruppen in meiner Arbeit mit eingesetzt. Das Buch „Mut und Gnade“ von Ken Wilber beschreibt die Liebesgeschichte eines Paares im Angesicht der lebensbedrohenden Erkrankung Krebs. Es ist ein sehr persönliches und anrührendes Buch, das Betroffene wie Angehörige gleichermaßen schätzen.


Wer hat Sie zuletzt womit besonders beeindruckt?

Ich erfahre in meiner täglichen Arbeit immer wieder von Menschen, die eine Krankheitsdiagnose oder einer Lebenskrise bewältigen müssen und für sich selbst und andere etwas erreichen möchten. Mitzuerleben, wie Menschen nach Lebensumbrüchen wieder in ihre Kraft kommen und ganz eigene Bewältigungswege finden, das sind ganz besondere Erfahrungen für mich – sei es in persönlichen Gesprächen mit Ratsuchenden oder im Kontakt mit Selbsthilfeaktiven, die sich für andere und für ein gelingendes Miteinander einsetzen . Insofern sind es die Begegnungen mit den „stillen Held/innen des Alltags“, die mich persönlich immer wieder besonders beeindrucken.


... Silvia Matuschak

Seit wann arbeiten Sie beim PARITÄTISCHEN Hamburg und was machen Sie genau?

Seit 1.7.2001 bin ich in unserem Verband als Assistenz der Geschäftsführung tätig. 2007 wurde mein Arbeitsbereich um den Bereich der Mitgliederverwaltung ergänzt. Zwei Jahre später bekam ich zusätzlich noch die Aufgabe als Verwaltungsleiterin unseres achtköpfigen Assistenzteams übertragen. Dafür bin ich auch sehr dankbar; denn es ist ein ganz phantastisches Team. Die Zusammenarbeit und der Zusammenhalt untereinander – so empfinde ich es – sind etwas ganz Besonderes! Weiter gehören zu meinen Verantwortlichkeiten die Leitung für Haus- und Hofangelegenheiten, für das Konferenzmanagement und hinsichtlich Datenschutz/Sicherheit bin ich als Arbeitgebervertretung eingesetzt. Meine Arbeit stellt täglich neue Herausforderungen dar; genau das Richtige für mich, sie macht mir viel Spaß und ist extrem spannend.

Welches Buch lesen Sie zurzeit?

Ich lese gerade das Buch „Die Herrlichkeit des Lebens“ (v. Michael Kumpfmüller). Dabei handelt sich um die tief anrührende und poetische Geschichte der Liebe eines Lebens, nämlich derjenigen von Franz Kafka, als er während einer Erholungsmaßnahme 1923 an der Ostsee Dora Diamant kennen lernte. Meines Erachtens ein kluger, einfühlsamer Roman über Liebe und Erfüllung und den großen Wert jedes einzelnen, aufmerksam gelebten Tages.

Was machen Sie am liebsten in Ihrer Freizeit?

Ohne Yoga geht nichts mehr! Rundum ist die ganzheitliche Methode das Passende für mich: Krafttraining, Atemübungen, allgemeine Achtsamkeit und Tiefenentspannung – und vor allem: die Übungen des Yoga werden an den jeweiligen Menschen angepasst, der sie übt – und nicht umgekehrt.

 

 


... Svenja Speckin

Seit wann arbeiten Sie beim PARITÄTISCHEN Hamburg und was machen Sie genau?
Seit zwölf Jahren arbeite ich beim PARITÄTISCHEN, bzw. KISS Hamburg, der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen. Im Team der Kontaktstelle Harburg berate und vermittle  ich Interessierte, die für sich eine Selbsthilfegruppe suchen oder eine Neugründung planen.
Meine  Zuständigkeitsbereiche sind Schlaganfall, Chirurgie, Sexualität, Depression (südlich der Elbe), Versorgungsbezogene Zusammenschlüsse, Umweltschutz und Gesellschaft und Kultur, also  eine vielfältige  Selbsthilfemischung. Meine Aufgaben, neben der Beratung für Selbsthilfeinteressierte, sind die Unterstützung und Begleitung neuer Selbsthilfegruppen in ihren Gründungsphasen. Für bereits bestehende Gruppen bietet KISS Hamburg Fortbildungsangebote und Erfahrungsaustausch-Treffen an. Bei Anfragen der Selbsthilfegruppen begleite ich deren Treffen und moderiere  in unterschiedlichen Situationen und zu verschiedenen Fragestellungen. Ich nehme an Kooperationsveranstaltungen im Bezirk teil, plane und führe themenbezogene Veranstaltungen Hamburgweit durch. Die Tätigkeit als Selbsthilfeberaterin ist abwechslungsreich, bewegend, lebendig, spannend und für mich immer wieder lehrreich.

Welches Buch lesen Sie zurzeit und warum?

Ich lese häufig zwei bis drei Bücher parallel: ein bis zwei Bücher im ebook und dann noch den Wälzer zu Hause. Gerade habe ich „Das hält keiner bis zur Rente durch – damit Arbeit nicht krank macht“ von Hans-Peter Unger und Carola Kleinschmidt, Fachliteratur und Denkanstoß für das eigene Verhalten in der Arbeitswelt.
Dann liegt zu Hause das neuste Werk von Jussi Adler-Olsen „Verheißung - Der Grenzenlose “, auch der sechste Fall für Carl Mørck und dem Sonderdezernat Q hat mich wieder in seinen Bann gezogen. Da bin ich schon gespannt auf den nächsten Fall, der garantiert bereits geschrieben wird.

Womit lenken Sie sich am ehesten von Stress ab?
Stress lässt sich prima, vom Frühjahr bis zum Spätherbst, durch Gartenarbeit abbauen, oft reicht eine halbe Stunde nach der Arbeit, um abzuschalten. Danach kann ich einfach nur auf der Terrasse sitzen und lesen, wenn nicht noch andere „Haushaltspflichten nach mir rufen“.
Auch zieht es mich bei schönem Wetter an die Außenmühle in Harburg, vor über 20 Jahren habe ich in der Nähe gewohnt und gearbeitet, somit verbinde ich entspannende Abend- und Wochenendspaziergänge mit dem Ort. Nach ein bis zwei Rundgängen ist Stress kein Thema mehr.

 

 

 


... Martin Peters

Seit wann arbeiten Sie beim PARITÄTISCHEN Hamburg und was machen Sie genau?

Ich bin inzwischen seit dem 01.10.2001 beim PARITÄTISCHEN Hamburg angestellt - zunächst als Kita-Fachberater, dann als Referent für den Bereich Frühe Bildung, Betreuung und Erziehung (FBBE). War das ursprüngliche Ziel, die damaligen rd. 140 Kitas der PARITÄTISCHEN Mitgliedsorganisationen gut ins Kita-Gutschein-System zu begleiten, ist der Aufgabenkanon in den Jahren stetig weiter gewachsen: Qualitätsentwicklung, der Aufbau unseres Fortbildungsprogramms, Gründungsberatungen und -begleitungen, mehrere Kita-Kampagnen oder die Entwicklung der Ganztags-Grundschule. Ich vertrete die Positionen unseres Verbandes in den Vertragskommissionen KITA und GBS, in diversen Gremien, Arbeitskreisen, auf Fachveranstaltungen, Podien oder in den einschlägigen Medien.
Heute begleitet und unterstützt das Team des Fachbereichs FBBE rd. 350 Kitas und 50 Ganztags-Schulstandorte - eine eindrucksvolle Entwicklung!

Was ist (aktuell) Ihr größter Traum?

Im Herbst dieses Jahres werde ich mit einer kleinen Karawane zum zweiten Mal nach 2010 durch den nördlichen Teil der Sahara wandern - diesmal in 14 Tagen vorbei an Salzseen auf eine kleine Oase zu. Wir reisen traditionell, d.h. die Tiere tragen die Lasten, wir selber sind zu Fuß unterwegs. Besonders berührend für mich - beide Söhne wollen mich begleiten. Zwei Wochen Aus-Zeit, im wahrsten Sinne des Wortes: Kein Internet, kein Telefon, keine Ablenkung - existenzielle Erfahrung(en) pur, Schlafen direkt unter dem Himmel, die besondere, aber niemals langweilige Landschaft, unsere einheimischen Begleiter, die Tiere und die eindrucksvolle Stimmung, wenn am Abend der Wind nachlässt und die Wüste zur Ruhe kommt...
Es verwundert sicher nicht, dass mich mit Michael Kuntze der Leiter einer PARITÄTISCHEN Kita dazu vom heimischen Schreibtisch weggelockt hat. Sie möchten mehr erfahren? Dann empfehle ich Ihnen die Seite www.wueste-zeiten.de.

Was ist Ihr Lieblingsort in Hamburg (und Umgebung)?

Ich wohne seit über 25 Jahren in Süderelbe - "gefühlt" beginnt für manche Hamburger dort ja bereits Süddeutschland. In Wirklichkeit beginnt nur wenige hundert Meter hinter unserem Haus das Alte Land mit seinen großen Obstanbaugebieten. Auch die älteste Hamburger Werft (Sietas), Europas modernster Containerhafen oder das Airbus-Betriebsgelände sind von dort aus gut erreichbar. Ein Leben zwischen den reetgedeckten Häusern im alten Neugrabener Dorf und dem Naturschutzgebiet Fischbeker Heide. Dazwischen die pulsierende B73, die Hamburg mit Cuxhaven verbindet. Auf meinem täglichen Radweg zur S-Bahn komme ich an Pferdeställen, einer Kita in einer ehemaligen Scheune und einem Misthaufen vorbei - und bin doch nur gut 20 Minuten später mitten in Hamburg. Ich könnte aber auch in Finkenwerder auf die HVV-Fähre Richtung Landungsbrücken steigen... Sie merken es sicher schon, neben der Wüste schlägt mein Herz für den Hamburger Süden!

 

 

 


... Angelika Christ

Seit wann arbeiten Sie beim PARITÄTISCHEN Hamburg und was machen Sie genau?
Seit 2005 arbeite ich im Paritätischen Hamburg als Referentin für Altenhilfe und Pflege. Das vielfältige und spannende Aufgabengebiet umfasst beispielsweise Verhandlungen mit den Kostenträgern, Stellungnahmen zu neuen Gesetzesvorhaben und Reformen auf Landes- und Bundesebene, Beratung von Mitgliedern und Koordination der Aktivitäten der Qualitätsgemeinschaft Pflege. Durch die enge Zusammenarbeit und Diskussionen mit den Mitgliedsorganisationen gelingt es uns trotz der Heterogenität immer wieder, Paritätische Positionen und Projekte zu entwickeln und umzusetzen. Unsere Mitglieder sind sehr engagiert und offen für neue Ideen, zudem kommen in unseren Fachgruppen interessante Persönlichkeiten zusammen. Dadurch macht die Arbeit auch nach fast zehn Jahren immer noch Spaß.


Hund oder Katze – was ist das bessere Haustier?

Ich mag Tiere sehr, aber wir wollten kein Haustier, solange  wir viel arbeiten und selten zuhause sind.  Nachdem allerdings eine bestimmte Katze festgestellt hatte, dass wir über eine eigene Mäusefarm verfügen, beschloss sie, zu bleiben und sich an unseren Lebensrhythmus anzupassen. Zunächst sollte sie im Carport wohnen, aber wer Katzen kennt…! Mir gefällt, das Stalky eine fleißige Mäusejägerin und ziemlich unabhängig ist. Eine zutiefst entspannte Katze auf der Fensterbank ist immer ein dekorativer Blickfang.

Sport ist Mord?! Oder wie sehen Sie das?

Diese Ansicht von Churchill teile ich nicht, da halte ich es mehr mit Paracelsus: „Auf die Dosis kommt es an“. Abgesehen von Extremsportarten ist die gesundheitsfördernde Wirkung von Sport inzwischen hinreichend bewiesen, gerade ältere Menschen können ihre Beweglichkeit länger erhalten, wenn sie sich regelmäßig bewegen und sportlich bleiben. Im Frühjahr haben wir einen Fachtag zum Thema Mobilität im Alter durchgeführt mit vielen praktischen Beispielen.  Es ist allerdings wichtig, eine Sportart zu finden, die der jeweiligen Persönlichkeit entspricht. Um einen Ausgleich zum Sitzen im Beruf zu finden gehe ich regelmäßig Schwimmen, plane im Sommer eine Radtour an der Werra und mache im Herbst einen Biodanza-Workshop auf Korfu.

 

 


... Cornelia Heider-Winter

Seit wann arbeiten Sie beim PARITÄTISCHEN Hamburg und was machen Sie genau?
Ich arbeite seit Anfang 2011 beim PARITÄTISCHEN Hamburg und war bis Ende 2013 Zuständige für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit in der Hamburger Koordierungsstelle 'MEHR Männer in Kitas'. Seit 2014 bin ich für Öffentlichkeit und Kommunikation im Verband tätig. Dabei bin ich beispielsweise für die interne Kommunikation, die neue Datenbank-Lösung des PARITÄTISCHEN Hamburg, für zahlreiche Projekte und strategische Aufgaben im Bereich Vorstandsarbeit tätig oder verantwortlich. 2015 ist aus der Stelle die Strategische Verbandskommunikation hervor gegangen.

Hund oder Katze – was ist das bessere Haustier? 
Definitiv Hunde. Sie zeigen einfach offener ihre Zuneigung und sorgen blitzschnell für ein Lächeln auf den Lippen, wenn man nach Hause kommt. Seit fast zwei Monaten zählen wir endlich eine kleine Dackeldame (Emma) zu unserer Familie. Das Wesen von Katzen ist einfach nicht ganz meines. Ich bin dazu noch allergisch gegen sie und meide sie eher, wenn ich mal auf sie treffe. Dann fühlen sich die Katzen aber wiederum angespornt, um meine Zuneigung zu buhlen und schmiegen sich immer dicht an mich.
Es gibt einen schönen Spruch, was der grundsätzliche Unterschied zwischen Hunden und Katzen ist:
Ein Hund denkt: Sie lieben mich, sie pflegen mich, sie füttern mich. Sie müssen Götter sein.
Eine Katze denkt: Sie lieben mich, sie pflegen mich, sie füttern mich. Ich muss ein Gott sein.
Mit wem würden Sie lieber zusammen leben ;-)

Was ist (aktuell) Ihr größter Traum?
Unsere Dackeldame bleibt dieses Jahr nicht der einzige Familienzuwachs. Im August kommt mein erstes Kind auf die Welt. Da gibt es also nur einen wirklich wichtigen Traum: Dass meine Tochter gesund, munter und froh zur Welt kommt.

 

 


... Christa Herrmann

Seit wann arbeiten Sie beim PARITÄTISCHEN Hamburg und was machen Sie genau?
Ich arbeite seit dem 1.1. 2004 beim Paritätischen. Seit dem 1.1. 2012 habe ich die Gesamtleitung der Kontakt- und informationsstellen für Selbsthilfegruppen (KISS Hamburg) übernommen. In dieser Funktion bin ich für die betriebswirtschaftlichen Belange von KISS Hamburg verantwortlich und leite die inhaltliche und  fachliche Arbeit in den drei Kontaktstellen in Altona, Harburg und Wandsbek. Dabei gehören Mitarbeiterführung,  die inhaltliche Weiterentwicklung von Selbsthilfekonzepten, die  Ergebnissicherung und Ergebnisevaluation, die fachliche Beratung von Institutionen und Organisationen ebenso zu meinen Aufgaben wie die Organisation der finanziellen Selbsthilfeförderung, Vernetzung und  Öffentlichkeitsarbeit.

Wer hat Sie zuletzt womit besonders beeindruckt?
Es gibt Menschen, die ihr gewohntes Umfeld, bequeme Gewohnheiten oder finanzielle Sicherheit aufgeben, um neue Wege zu gehen oder ihren Traum zu verwirklichen. Wenn sie dann mit Ungewissheit und Unsicherheit konfrontiert sind, sich aber davon nicht abschrecken lassen, beeindruckt mich das sehr. Ob ich auch diesen Mut hätte?

Womit lenken Sie sich am ehesten von Stress ab?
Ich habe seit einiger Zeit einen kleinen Garten, in dem ich mich ganz wunderbar entspannen kann.
Wenn ich Beikräuter ernte, Schuppendächer repariere und mich mit Freundinnen und Freunden zum Grillen oder Speedball spielen im Garten treffe,  ist Stress kein Thema für mich!



... Iris Weisser

Seit wann arbeiten Sie beim Pari und was machen Sie genau?
Ich bin seit November 2008 beim Paritätischen als Verwaltungsassistenz angestellt. Meine Aufgabe ist die Organisation und Verwaltung der Fortbildungen und Veranstaltungen der Paritätischen Akademie. Ich habe gerne viel Kontakt mit Menschen und sehe es als sportliche Herausforderung, Lösungen für alle anfallenden Probleme zu finden.
Der Fortbildungsbereich interessiert mich sehr, weil ich selbst die Erfahrung gemacht habe, dass man Erlerntes hilfreich privat sowie beruflich anwenden kann. Ergo: „Lernen kann Spaß machen!“ Großes Interesse habe ich persönlich an der Gehirn- und Verhaltensforschung. Mein Lieblingsbuch hier: „Stroh im Kopf“ von Vera Birkenbiehl.


Was ist Ihr Lieblingsfilm?
Einer meiner Lieblingsfilme ist „Das Leben ist schön“ von und mit Roberto Benigni. Der Film spielt am Rande des zweiten Weltkriegs und zeigt die Deportation einer jungen Familie in ein Konzentrationslager. Hier versucht der Vater auf beeindruckende Weise seinen fünfjährigen Sohn vor der grausamen Realität zu bewahren, indem er ein Spiel erfindet.

Womit lenken Sie sich vom Stress ab?
Am besten entspanne ich mich bei Gartenarbeiten. Leider ist mein Garten zu klein für alle Gestaltungsideen, die ich habe. Mein Highlight ist der Pflanzenmarkt am Kiekeberg.

 

 


... Anna Schaaf

Seit wann arbeiten Sie beim PARITÄTISCHEN Hamburg und was machen Sie genau?
Ich habe beim Paritätischen Hamburg vor vier Jahren direkt nach dem Studium angefangen und arbeite als Fachberaterin im Referat Altenhilfe und Pflege. Ich unterstütze unsere Träger aus der Seniorenarbeit bei der Konzeptentwicklung, Mittelbeantragung und Fortbildung und vertrete sie in verschiedenen Gremien. Außerdem gehört zu meinen Aufgaben eine fachliche Beratung für die Einrichtungen des Servicewohnens.
Seit zwei Jahren bin ich zusätzlich für den Bereich Selbsthilfe für pflegende Angehörige von älteren Menschen bei Kontakt- und Informationsstellen für Selbsthilfegruppen (KISS) Hamburg zuständig. Ich biete persönliche, schriftliche und telefonische Selbsthilfeberatung für pflegende Angehörigen an, die sich gegenseitig stärken und selbst organisieren möchten. Ich kümmere mich um die bestehenden Gruppen, initiiere den Aufbau der neuen Selbsthilfegruppen, gebe den Interessierten Anregungen für Konzepte und zeige Strategien zur Finanzierung und anderen Starthilfen.

Was ist Ihr Lieblingsort in Hamburg und warum?
Ich habe einige Jahre am Osterbekkanal gewohnt und mag die Umgebung dort sehr. Lange Spaziergänge durch den Stadtpark oder am Kanal entlang, viele junge Leute, Kampnagel um die Ecke – das schafft eine besondere Atmosphäre, die ich immer noch vermisse.

Womit lenken Sie sich am ehesten von Stress ab?

Ich fahre oft an die Ostsee, um dem Alltagsstress zu entfliehen und neue Kraft zu schöpfen. Ich habe dort eine schöne Strecke gefunden, die ich problemlos mit dem Rollstuhl fahren kann. Meine Strategie ist einfach los rollen, Kopf frei machen und die Gedanken schweifen lassen.




... Nicole Schmidt

Seit wann arbeiten Sie beim PARITÄTISCHEN Hamburg und was machen Sie genau?
Ich bin seit einem Jahr beim Paritätischen Hamburg; im Referat Behindertenhilfe (mit verschiedenen Arbeitsbereichen) sind zudem verschiedene Arbeitsfeld angesiedelt: Armut- und Wohnungslosigkeit und Sucht, Straffälligenhilfe, Rechtliche Betreuung. Die neue Gliederung der Behindertenhilfe in Hamburg, mit der Ambulanten Sozialpsychiatrie und der Umgestaltung der Angebote der klassischen Behindertenhilfe bilden derzeit den Schwerpunkt im Referat. Am Herzen liegen mir besonders die Themen Gemeinwesenarbeit / sozialräumliche Aktivitäten im Bezug zur Bürgergesellschaft in einer vitalen Demokratie – eigentlich ur-paritätische Themen, die ich gern mit den Mitgliedsorganisationen weiterentwickeln möchte.

Welches Buch lesen Sie zurzeit?  
Ich lese meist zwei Bücher gleichzeitig. Von Paul Collier (2014)  lese ich Exodus. Warum wir Einwanderung neu regeln müssen. Dies Buch gefällt mir deshalb, weil es ein in Berlin ausgesessenes, vordringliches Thema sachlich, also unemotional und sehr klug in allen Dimensionen durchdenkt –  so habe ich gesehen, dass wir Einwanderung klar von Flucht abgrenzen müssen. Und ich habe verstanden, dass sich oft die Stärksten einer Familie auf den Weg machen, viel investiert wird (nicht nur materiell) und alle Hoffnung auf diesen, oft jungen Menschen ruhen. Dass diese Auswanderung für die Länder aber auch ein „Braindrain“ sind und sie genau die Leute verlieren, die sie brauchen, hat mir Collier klar gemacht. Also, sehr empfehlenswert vor allem auch für PolitikerInnen, die hier Entscheidungen treffen bzw. sich  endlich einmal mit dem Thema befassen müssen. Als zweites Buch, eher ein easy-read, also zur Entspannung, lese ich derzeit Gillian Flynns Buch „Dark Places“. Das ist die Frau, die Gone Girl geschrieben hat. Dark Places ist wohl noch spannender, aber genau deshalb für mich entspannend.

Wer hat Sie zuletzt besonders beeindruckt?
Das war ein junger Mann, der bei der TEGIDA-Veranstaltung (Tolerante Europäer gegen die Idiotisierung des Abendlandes) auf dem Rathausmarkt gesprochen hat. Er ist ein Boot-Poeple-Kind, hat also eine vietnamesische Herkunft, und er sprach klar, einfach, schonungslos über seine Rassismuserfahrungen hier in Deutschland (z.B. über einen Brandanschlag auf das Haus, in dem seine Familie untergebracht war). Er sagte dabei, er habe noch nie darüber gesprochen und seine ruhige Art, die nicht auf Effekte aus war, hat mich beeindruckt und mich zudem auch berührt.

 

 


... Carolin Becker

Seit wann arbeiten Sie beim PARITÄTISCHEN Hamburg und was machen Sie genau?
Ich arbeite seit zwei Jahren im Paritätischen als Referentin für Jugendhilfe und Familie und es macht SEHR viel Spaß. Warum? Weil es hier so viele Themen und Menschen gibt, dass es garantiert nicht langweilig wird, weil hier ganz Neues keine Bedrohung für fachliche Tradition darstellt und weil man mit dieser Einstellung hier uralt werden darf.

Was wünschen Sie sich persönlich für 2015?
… dass ich es im Juli schaffe, 320 km in 4 Tagen bis Rügen zu radeln, dann habe ich nämlich eine Wette gewonnen.

Was ist Ihr Lieblingsort in Hamburg (und Umgebung) und warum?
Einer meiner Lieblingsorte im Winter ist ein Retro -Friseurladen im Groß Neumarkt, in dem freitags Abend überall Musik gemacht wird. Oder im Sommer: am Strand in Wedel.


Zugabe: Lieblingswitz
Frage:“Wie viele Sozialarbeiter braucht man, um eine Glühbirne reinzudrehen?“  Antwort: „Im Prinzip nur einen - aber die Glühbirne muss wollen.“