03.05.2017

Nachfrage nach Selbsthilfegruppen weiterhin hoch - Selbsthilfe ist weiblich

Das Interesse der Hamburger an Selbsthilfegruppen ist ungebrochen hoch Die Kontakt- und Informationsstellen für Selbsthilfegruppen des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Hamburg (KISS Hamburg) verzeichnen für 2016 wieder die meisten Anfragen nach Selbsthilfegruppen zu Depression, Ängsten und Phobien. Frauen sind deutlich stärker an Selbsthilfe interessiert als Männer. In Hamburg gibt es ca. 1.250 Selbsthilfegruppen und -organisationen, an die KISS Hamburg vermittelt.

2016 haben die vier Kontaktstellen in Altona, Harburg, Mitte und Wandsbek insgesamt 8.235 telefonische, schriftliche und persönliche Anfragen erhalten, wie aus dem Arbeitsbericht 2016 hervorgeht. Mit über 34 % gab es die meisten Anfragen zum Themenfeld psychische Störungen, wobei hier Depression den Schwerpunkt vor Ängsten und Phobien bildete. Ebenfalls stark gefragt waren mit gut 15% Psychosoziale Themen (z.B. Trauer, Mobbing, soziales Miteinander) und Suchterkrankungen mit mehr als 12%. Anfragen zu Gruppen, die Trennung oder Scheidung aufarbeiten, sind dagegen seit Jahren rückläufig.

„In den meisten Fällen konnten wir in bestehende Selbsthilfegruppen vermitteln“, so Christa Herrmann, Leiterin von KISS Hamburg. „Außerdem unterstützten wir 126-mal die Gründung von neuen Gruppen.“ Es gebe aber auch Fälle, in denen die Mitarbeitenden eher den Besuch von spezialisierten Beratungsstellen oder Therapeuten vorschlagen.
Dreiviertel der Anfragen stammten von Frauen, die sich als Interessentinnen oder Gründerinnen von Selbsthilfegruppen an KISS gewandt haben.

In Selbsthilfegruppen schließen sich Menschen zusammen, die ein gleiches Problem, oftmals eine Krankheit, oder ein gleiches Anliegen haben und gemeinsam ihre Situation bewältigen möchten. Die Gruppen sind rein ehrenamtlich organisiert und können über KISS Hamburg kostenfreie Fortbildungen oder Räume erhalten. Etwa 18.000 Menschen haben sich in Hamburger Selbsthilfegruppen zusammengeschlossen.
Die Kontaktstellen werden aus Mitteln der Krankenkassen und der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz finanziert.

Den Arbeitsbericht können Sie hier nachlesen.


KISS Hamburg ist Montag bis Donnerstag jeweils von 10 bis 18 Uhr unter der Telefonnummer 040/395767 erreichbar. Weitere Informationen gibt es unter www.kiss-hh.de


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