20.12.2017

Mehr Erfolg für Geflüchtete bei der Wohnungssuche: Der PARITÄTISCHE Hamburg Hamburg schult 400. Wohnungslotsen in der Wohnbrücke

Der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband Hamburg hat den 400. Ehrenamtlichen zum Wohnungslotsen der Wohnbrücke qualifiziert. Mit dem Wissen aus der PARITÄTISCHEN Lotsenkoordination bekommen Ehrenamtliche, die geflüchtete Familien bei der Wohnungssuche begleiten, wichtiges Hintergrundwissen. Dieses Wissen zahlt sich aus: 182 geflüchtete Haushalte mit 540 Angehörigen, deren Wohnungslotsen vom PARITÄTISCHEN Hamburg geschult oder von der Koordinierungsstelle der Wohnbrücke beraten wurden, sind bereits selbständig fündig geworden. Sie erleben Weihnachten 2017 daher im eigenen Zuhause.

Die Wohnbrücke sucht und vermittelt seit zwei Jahren erfolgreich Wohnungen mit unbefristeten Mietverträgen an geflüchtete Menschen in Hamburg. Begleitet werden die Mietverhältnisse von ehrenamtlichen Wohnungslotsen, die von der Lotsenkoordination des PARITÄTISCHEN  Wohlfahrtsverbandes Hamburg in Schulungen, durch Beratung und Informationsservice auf ihr Engagement vorbereitet werden. Die Wohnungsvermittlung und der Kontakt zu privaten Vermietern erfolgt durch die Koordinierungsstelle der Wohnbrücke, die von der Lawaetz Wohnen&Leben gGmbH umgesetzt wird. Zusammen mit den 144 Haushalten, die die Koordinierungsstelle der Wohnbrücke bisher erfolgreich in ein Mietverhältnis vermittelt hat, haben insgesamt 326 geflüchtete Familien mit rund 1.000 Kindern, Frauen und Männern ein neues Zuhause in Hamburg gefunden.

„Die Lotsinnen und Lotsen stehen den geflüchteten Menschen, aber auch den Vermietern als Vertrauensperson bei Fragen und Problemen zur Seite. Sie begleiten sie bei Wohnungsbesichtigungen, beim Umzug oder bei der Vorstellungsrunde bei den neuen Nachbarn. Auf diesem Weg helfen sie den Familien dabei, sich schneller in den eigenen vier Wänden zuhause zu fühlen“, so Kristin Alheit, Geschäftsführerin des PARITÄTISCHEN Hamburg.

Die Wohnungslotsinnen und -lotsen lernen beim PARITÄTISCHEN Hamburg alles Wichtige über Mietrecht und Kosten, kulturelle Besonderheiten, den richtigen Umgang mit Ressourcen wie Wasser, Strom, richtiges Heizen und Lüften, die Mülltrennung, aber auch über den Zugang zum Hamburger Wohnungsmarkt. Darüber hinaus veranstalten die Lotsenkoordinatoren Workshops zum Erstellen von Bewerbungsmappen und sie versorgen die Ehrenamtlichen mit Informationsmaterial. Ziel der Lotsenkoordination ist es, die Tandems aus Lotse und Geflüchteten bei der Wohnungssuche zu professionalisieren, damit sie schneller fündig werden.

„Die Lotsen-Schulung war sehr aufschlussreich. Ich habe viele hilfreiche Tipps auch für die Suche auf dem öffentlichen Wohnungsmarkt bekommen und ein Zertifikat, das ich den Bewerbungsunterlagen  der Paten-Familie beifügen konnte“, sagt Anke Heidenreich, Bank-Angestellte aus Bergstedt, die als Lotsin eine afghanische Familie begleitet.  Durch die Wohnbrücke konnte die Familie inzwischen eine eigene Wohnung beziehen.

„Nach unseren Erfahrungen in der Wohnungsvermittlung sind die geschulten Wohnungslotsinnen und -lotsen wahre Türöffner bei privaten Vermietern und Wohnungsgesellschaften. Die Schulung ermöglicht dem Team der Wohnbrücke Hamburg Koordinierungsstelle, die Ehrenamtlichen für diese Rolle weiter zu sensibilisieren und auszurüsten – sowohl in Bezug auf eine mögliche Vermittlung durch die Koordinierungsstelle als auch die selbständige Wohnungssuche“, erläutert Willi van Buggenum, Geschäftsführer der Lawaetz Wohnen&Leben gGmbH.


Über die Wohnbrücke Hamburg:

Die Wohnbrücke Hamburg ist ein aus dem Runden Tisch Integrative Flüchtlingsunterbringung (IFU) hervorgegangenes Projekt. Ziel ist es, durch die Tätigkeit einer Koordinierungsstelle abgeschlossenen Wohnraum mit unbefristeten, regulären Mietverträgen dauerhaft an Menschen mit Fluchthintergrund zu vermitteln. Die Geflüchteten werden von ehrenamtlichen Lotsinnen und Lotsen betreut sowie begleitet. Die Wohnungsvermittlung erfolgt durch die Koordinierungsstelle der Wohnbrücke (in der Trägerschaft der Lawaetz Wohnen&Leben gGmbH), die Schulung der Lotsinnen und Lotsen durch den PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverband Hamburg. Seit 2017 wird das überwiegend spendenfinanzierte Projekt zusätzlich mit Mitteln aus dem Integrationsfonds der Hamburgischen Bürgerschaft gefördert. Weitere finanzielle Unterstützung, ohne die das Projekt nicht hätte starten können, erhielt die Wohnbrücke von mehreren Stiftungen, darunter die Hermann Reemtsma Stiftung und die Rotary Stiftung Hamburg. Weitere Informationen unter www.wohnbrücke.de.


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