18.10.2017

Immer mehr Kinder gehen in eine Ganztagsschule

Vier von zehn Schülern der Primarstufe und der Sekundarstufe I gehen laut einer neuen Studie der Bertelsmann Stiftung mittlerweile an eine Ganztagsschule, vier Mal so viele wie vor 15 Jahren. Dabei gibt es erhebliche regionale Unterschiede. Im Schuljahr 2015/2016 hatten beim Spitzenreiter Hamburg rund neun von zehn Kindern einen Platz in einer Ganztagsschule (91,5 Prozent), beim Schlusslicht Bayern hingegen nur 16,0 Prozent.

Die Bertelsmann Stiftung fordert von der Politik einen Rechtsanspruch auf einen Platz in der Ganztagsschule zumindest für Grundschulkinder. Dies habe auch den Kita- und Krippenausbau erst richtig ins Rollen gebracht, sagte Stiftungsvorstand Jörg Dräger. Experten sehen in Ganztagsschulen die Möglichkeit für die Eltern, Beruf und Familie besser zu vereinbaren. Außerdem würden Ganztagsschulen die Chancengerechtigkeit verbessern, weil auch Kinder aus bildungsfernen Familien ganztägig gefördert werden könnten.

Dieses aus Expertensicht wünschenswerte Ziel wäre allerdings ein finanzieller Kraftakt. Um bundesweit bis 2025 zumindest für 80 Prozent der Schüler einen Ganztagsschulplatz zu haben, müssten demnach etwa 3,3 Millionen Ganztagsplätze geschaffen und 15 Milliarden Euro in die räumliche Infrastruktur investiert werden. Zudem müssten  zusätzlich 31.400 Lehrkräfte und 16.200 Sozialarbeiter bzw. Erzieher eingestellt werden. Allein die Personalkosten würden laut Studie 2,6 Milliarden Euro jährlich betragen. Da Hamburgs Ganztagsquote schon so hoch ist, wäre Hamburg von diesen Ausbauanstrengungen sicherlich nur recht wenig betroffen.


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